Ein Gedicht.241karglos sah die Flucht seines Heers. Es em-pört sich der flammende Stolz seiner Seele. Erstürzte wütend gegen den König, und warf sei-nen bäumenden Speer; die irrende Lanz' flogüber den Held, und traf die Seite von Colthar,Colthar, dem Führer, den Fingal geliebt, demFreund seiner Jugend, und Gefährte all seinerKriege. Wild jauchzend stürzte Malcarglos vor-an. Er suchte die Waffen des Kriegers zu beuten.Fingal brannte vor Zorn. Durch das Kinn durch-drang er den düstern Führer. Die blutige Spitzdurchbohrte sein Haupt, und theilte seine buschig-ten Locken von hinten. Wimmernd fiel der Ge-bieter zu Boden. All seine Krieger entflohn.Fingal verfolgte ihre Flucht; unter seiner Rechtestürzten die Feinde, wie Hirsche unter den Pfeilendes Jägers. — Aber, o Vater! dein Lauf be-schloß sich mit Jammer! — Der König vernahmdas Winseln eines Mädchen; aus Mittleid wandter seine Schritte dahin, entschlossen der Schönenzu helfen. Er blickte ein Mädchen sich wälzendim Tod'. Blut rauschte aus ihrer schwellendenBrust. "Wer bist du," sagt Fingal, "welcherFeiger hat dir diese Wunde versetzt? Meine Handweiß vielleicht dein Blut zu stillen, oft hab ichdie Wunde der Tapfern geschlossen.“ Sie wandtsich. Sie kannte die Stimme ihres Vaters. Ersah Bosmina und fiel an ihre Brust. KeineThränen flossen von seinen veralteten Augen.Der verzehrende Seufzer blieb erstickt in seinerBrust. Endlich begann der Gebieter. “ Achtref ich dich also; mein Kind! deine Wund zer-reißt mein veraltetes Herz. Jammer belastetmein sinkendes Haupt; in Wehmuth rollen meineJahreQ 3
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