Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
223
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Ein Gedicht.223Freude: als wenn Schatten den Feldern des Früh-lings entfliehn, der blaue Strom rollt im Schim-mer, und das grüne Gebüsch neigt sich überseinen Lauf!Der Morgen stieg mit seinen Strahlenempor. Wir kamen zu Rothmas Bay. EinEber stürzte vom Walde heraus, mein Speerdurchbohrte seine Seite, und er fiel. Ich erfreutemich über das Blut. Ich sah vor meinen wach-senden Ruhm. Aber itzo kam der Schall vonUthals Gefolg, vom hohen Finthormo herab.Sie breiten sich über die Heyde, den schäumen-den Eber zu jagen. Er selber schreitet langsamvoran, im Stolze seines Vermögens. Er hebtzwey spitzige Speere. An der Seite des Heldenhängt sein Schwert. Drey Jünglinge tragen seineglänzenden Bogen. Fünf Doggen springen vorihm. Seine Helden schreiten in der Ferne voran,sie bewundern die Schritte des Königs. Larth-mors Erzeugter war stattlich, aber seine Seelewar finster! finster wie das trübe Antlitz desMonds, wenn er Stürme verkündigt!Wir stiegen vor dem König an der Heyde.Er blieb stehen in der Mitte seines Laufs. SeineHelden versammelten sich herum. Ein graulockig-ter Barde rückte voran, "Woher sind die Söhneder Fremden!“ sagte der Barde des Gesangs.Die Kinder der Unglücklichen kommen zu Ber-rathon, zu dem Schwert des im Wagen getra-genen Uthal. Er bereitet kein Mahl in seinerHalle. Das Blut der Fremden fließt in seinenStrömen. Wenn sie von den Mauern von Selma,von