Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
200
Einzelbild herunterladen
 

200Temora.gals Stimme heraus. Die Strahlen der Eichen stie-gen empor. Das Volk versammlete sich mit Freudeherum, mit Freude im Schatten vermengt. Sieschauten seitwärts auf den König, und blicktenseine unvollendete Freude; angenehm vom Pfadeder Wüsten erscholl die Stimme der Musick. Sieschien zuerst das Brausen eines Stroms,weit entfernt, auf seinen Felsen zu seyn. Lang-sam stieg sie den Hügel hinauf: wie die brausen-den Flügel des Winds, wenn er die buschigtenBärte der Felsen, in der stillen Nachtzeit ergreift.Es war die Stimme von Condan, mit der zit-ternden Harfe von Carril gemengt. Mit demblauangigten Ferad=Artho kamen sie zu denStrömen von Mora.Plötzlich brechen die Lieder heraus, vonunsern Barden an Lena: die Krieger schlugenauf ihre Schilde, in Mitte des Klangs. Freudestieg schimmernd auf den König, wie der Strahleineskönnt noch hören, die Stimmen der Schwachen, wennmeine Kraft mit den Jahren vergangen, denn Oscarist im Felde gefallen.Sulmalla kehrte zu ihrem Vaterland zurück, siemacht eine ansehnliche Figur, in einem andern Ge-dichte; ihr Betragen in diesem Stücke zeigt uns, war-um der Dichter durch das ganze Temora mit solcherZuneigung von ihr reden muste.