Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
183
Einzelbild herunterladen
 

183Achtes Buch.Nun stürzt der König voran. Zum erstenerschien die Klinge von Lund, der Speer halb-brechend aus einer Wolke, der Schild nochdämmernd in Nebel. Aber wenn der Schritt desKönigs hervordrang, mit seinen greisen und be-thauten Locken im Winde; dann stieg das Ge-schrey seines Heers über jegliche schreitende Zunft.Sie sammleten sich schimmernd herum, mit allihren schallenden Schilden. So heben sich diegrünenden Meere um einen Geist, der vom brau-senden Wind' herabsteigt. Der Wandrer hörtden Schall in der Weite, und hebt über denFelsen sein Haupt. Er schaut auf die tobendeBay, und glaubt dämmernd die Bildung zusehn. Die Wellen spielen ungeheuer umher, mitall ihren Rücken des Schaums.Weit in der Ferne stand Mornis Erzeug-ter, Duthnos Geblüt, und der Barde vonCona. Wir standen weit in der Ferne, jeglicherunter seinem Baum'. Wir mieden die Augen desKönigs, wir haben im Feld' nicht gesiegt. Einkleiner Bach rollte neben meinen Füßen, ich rührteseine leichte Welle, mit meinem Speer'. Ich rührtesie mit meinem Speer'; dort war nicht OssiansSeele; düster stieg sie von Gedanken zu Gedan-ken empor, und schickte Seufzer hinaus.Sohn Mornis, sagte der König.« Dermid du Jaͤger der Rehel warum seyd ihrdüster, wie zween Felsen, jeder mit seinen träuf-lenden Wässern? kein Zorn sammlet sich auf derSeele von Fingal, gegen die Führer der Men-schen. Ihr seyd meine Stärke in der Schlacht,mei-M 4