Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
176
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Temora.176 Larthon ließ Samlas (*) Halle er-richten, beym Klang' der Musick der Harfen.Er gieng aus zu den Rehen von Erin, zu ihrengewöhnlichen Strömen. Er vergaß auch nichtden grüngipflichten Lumon. Oft durchpflügteer seine Meere, zu dem Ort', wo die weißhän-digte Flathal, (**) über den Hügel der Reheausschaute, Lumon der schäumigten Ströme,du steigst über die Seele von Fonar!Der Morgen ergießt sich aus Osten, dieneblichten Häupter der Berge steigen empor. Thä-ler zeigen auf jeglicher Seite ihre grauschlängeln-den Ströme. Cathmors Heer vernahm denKlang seines Schilds. Sie stiegen plötzlich her-um, wie ein gedrungenes Meer, wenn es zumersten die Flügel des Windes vernimmt. DieWellen wissen nicht die Bestimmung ihres Laufs,sie heben ihre störrischen Häupter.Traurig und langsam zog sich Sulmallazu Lonas Strömen zurück, sie gieng, aberwandte sich öfters herum, ihre blauen Augenrollten in Thränen. Aber da sie zum Felsen ge-kommen, der düster das Thal von Lona bedeckte,schau-(*) Samla, Erscheinungen, so genannt von dem Ge-sicht Carthons, wegen seiner Nachkommenschaft.**) Flathal, himmlisch oder ausserordentlich schön,sie war Larthons Gemahlin.