Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
144
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Temora.144entfernten Schritte der Heere über der Heyde er-schallen!Ich kam zu dem Ort', wo Fillan gefoch-ten, dort hört' ich weder Stimme noch Klang.Ein gebrochener Helm, liegt auf dem Boden,ein Schild in der Mitte gespalten. Wo bist duo Fillan, du junger Führer des schallenden Mor-ven? Er, über einen Felsen sich lehnend, dessengraues Haupt, über einem Strome sich neigte,vernahm meine Stimme. Er vernahm sie, aberer stand verfinstert, und traurig, endlich erblicktich den Helden!Warum stehst du mit Schatten beklei-det, du Sohn des waldigten Selma, schimmerndist dein Pfad, mein Bruder, in diesem dunkel-braunen Feld', lang hast du im Treffen gefochten:itzt hat man das Horn von Fingal vernommen.Steig zur Volk' deines Vaters, zum Hügel desFestes hinauf. Er sitzt im Nebel des Abends,und horcht zu den Tönen der Harfe von Carril.Bring' dem veralteten Freude, du junger Schil-dezerbrecher!Kann der Besiegte Freud bringen, eOssian! ich hab keinen Schild, er liegt gebro-chen am Feld'! der Adlersittig meines Helms istzerrissen. Wenn Feinde vor Söhnen entfliehn,dann können sich ihre Väter erfreun, aber ihreSeufzer brechen heimlich heraus, wenn ihre jün-gere Krieger entweichen. Nein: Fillan soll denKönig nicht sehn! warum sollte der Held sich be-trüben?Sohn