Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
114
Einzelbild herunterladen
 

Temora.114Dort wohnte die Stimme des Kriegs. Erinerhob sich um ihn, wie das Brausen der Adler-Schwinge. Sulmalla fuhr auf aus der Ruhe, inihren verworrenen Locken. Sie haschte den Helmvom Boden. Sie zitterte auf ihrer Stelle.Warum sollten sie wissen in Erin von derTochter Inis-hunas! sie erinnerte sich des Ge-schlechts der Könige. Der Stolz ihrer Seeleerhob sich! sie schritte hinter einem Felsen.Bey dem blaukrümmenden Strom' (*) einesThals: dort wohnte der dunkelbraune Hirſch, ehder Krieg sich erhob. Dort kam zum Ohre Sul-mallas zu Zeiten die Stimme von Cathmor.Ihre Seele ist finster und traurig. Sie geußtihre Worte im Wind. Die Träume Inis=hunas schieden hin-weg. Sie sind aus meiner Seele zerstreut. Ichhör nicht die Jagd in meinem Land'. Ich binin den Säumen des Krieges verborgen. Ausmeiner Wolke schau ich hinaus. Kein Strahl er-scheint meinen Pfad zu beleuchten. Ich seh mei-nen Krieger erlegt. Denn der breitschildigte Kö-nigdenen Befehle des Königs an die Zünfte, wurdendurch den verschiedenen Klang bekannt gemacht, derKlang einer von ihnen, wie hier, war das Zeichendas Heer zu versammlen.(*) Dies war nicht das Thal von Lona, wohin Sulmallasich entfernt hatte.