101Viertes Buch.sich zeigten. Breite Eichen beugen sich herummit ihrem Mooß. Die dicke Birke wallt in derNähe. Halb verborgen in ihrem schattigten Hayne,hebt Roscrana das Lied. Ihre weissen Händefliegen an der Harfe, ich erblickte ihre blaurollen-den Augen. Sie glich einem Geist' (*) des Him-mels,G 3(*) Roscranas Stelle wir durch dieses Gleichniß beleuch-tet. Denn die Gedanken dieser Zeiten von den Gei-stern der Verstorbenen, waren nicht so düster und unan-genehm als jene folgender Jahrhunderte. Man glaubte,daß die Geister der Frauen jene Schönheit behielten,welche sie in ihrem Leben besassen, und schwebten vonGegend zu Gegend, mit jener Bewegung, die Ho-mer seinen Göttern zuschreibt. Die Entwürfe, welcheuns spätere Dichter, als Ossian von diesen zier-lichen Gestalten, die zuweilen auf den Hügeln er-scheinen, hinterlassen haben, sind reitzend und mahle-risch. Sie vergleichen dieselbe mit dem Regenbogenan Strömen, Mit der Vergoldung der Sonnenstrahlenan Hügeln.Als ein Führer der vor dreyhundert Jahren lebte,vom Kriege zurückkam, vernahm er, daß seine Gat-tin oder Geliebte gestorben war. Als ihm der Ortins
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