Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
98
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Temora.98Weit stand in der Ferne der Jüngling; er kehrtseine Augen hinweg; er erinnerte sich der Schritteseines Vaters, auf seinen grünenden Hügeln.Ich ward in meiner Stelle verfinstert; über meineSeele flogen dunkle Gedanken; vor mir stiegendie Könige von Erin; ich entblöste zur Hälftedas Schwert. Die Führer nahten sich langsam.Sie hoben ihre schweigenden Augen. Wie eineReihe von Wolken, warteten sie auf den Ausbruchmeiner Stimme. Für sie war meine Stimmewie ein Wind vom Himmel, den Nebel hinwegzu rollen.Ich befahl meinen weissen Segeln zusteigen vor dem Brausen des Windes von Cona.Dreyhundert Jünglinge schauten von ihren Wellenauf Fingals wölbigten Schild. Hoch hieng eram Mast', und bezeichnete das dunkelbraune Meer,aber da die Nacht herabstieg, schlug ich zu Zeitendie warnende Wölbung: ich schlug und schaute in(*die Höhe den feuriggelockten Ul=Erinzu entdecken. Der Stern des Himmels erschien.Er reiste roth durch die Wolken. Ich verfolg-te den lieblichen Strahl, über die blaßbeleuch-teten Tiefen. Mit dem Morgen stieg Erin imNebel empor. Wir landeten im Busen Moi=le-nas, wo seine blauen Gewässer im Schoose derschal-Fillans, welchem seine unvorsichtige Hitze in der vo-rigen Schlacht vorgeworfen wird.(*) Ul=Erin, der Führer nach Ireland. Ein Stern,