Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
78
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Temora.78nicht gebrüllt? doch friedvoll ist seine Stirn.Sie brüllte, und Fingal überwand'. Gleichdeinem Vater, v Fillan!Sie schreiten voran im Gesang'. Hoch wallen ihreWaffen, wie schilfigte Felder, unter den Winden desHerbsts. Der König steht in Waffen auf Mora. Umseinen Schild fliegt der Nebel heraus, als er, an einemAst' in der Höh, auf Carmuls moosigten Fel-sen gehangen; schweigend stand' ich bey Fingal,und kehrte mein Aug nach dem Walde von Crom-la, (*) daß ich das Heer nicht erblicke, undstürze in der Mitte meiner schwellenden Seele.Mein Fuß ist vorwärts nach der Heyde gestreckt;ich schimmerte erhaben im Stahl; wie Tromosstürzender Strom, den nächtliche Winde mit Eisegefesselt. Der Jüngling sieht ihn, erhaben, glän-zend zum frühzeitigen Strahl': er kehrt seine Oh-ren dahin, und bewundert, warum er so schweige!Nicht über einen Strom ist Cathmor gebeugt,wie ein Jüngling im friedlichen Felde. Weit zoger den Krieg voran, wie eine dunkle und tobendeWelle; aber, da er Fingaln an Mora beschaute,stieg sein edler Stolz. “Soll Athas Führer sichschlagen, und kein König im Feld“? führ, Fol-dath, meine Krieger zur Schlacht; du biſt einfeuriger Strahl.Sol-(*) Der Berg Cromla war in der Nachbarschaft der Scenedieses Gedichts: welche fast die nemliche jener Fin-gale war.