22Temora.Ossian stürzt längs der Heyde voran.Fillan sprang' über Moi-lena. Fingal schrittin seinem Vermögen. Schreckbar ist das Lichtseines Schilds. In der Ferne sahen's die Söhnevon Erin. Sie zitterten in ihren Seelen. Siewusten, daß der Zorn des Königs sich hob': undsahn ihren künftigen Tod. Wir kamen zuerst,wir fochten. Unsrem Zorn' begegneten die Füh-rer von Erin. Aber da im Klang' seinesLaufs der König herankam, wessen stahlernesHerz konnte bestehn! Erin floh' über Moi-lena.Ihre Flucht verfolgte der Tod. Wir erblicktenOscarn auf seinem Schild', wir sahn sein Blutherumfliessen. Jegliches Antlitz verdunkelte Schwei-gen. Jeder kehrte sich um, und weinte. DerKönig suchte seine Thränen zu bergen. Seingrauer Bard pfiff in dem Wind'. Er neigt seinHaupt über den Führer. Seine Worte sind mitSeufzer gemengt.„Bist du gefallen, o Oscar, in derMitte deines Laufs? das Herz des Alters schlägtüber dich! er sieht deine kommenden Kriege. Ersieht sie! Sie sind von deinem Ruhme getrennt! wennwird Freude herrschen in Selma? wenn wird Weh-muth scheiden von Morven? meine Söhne fallennacheinander: Fingal ist der Letzte seines Geschlechts.Mein Ruhm fängt an zu vergehn: mein Alterwird seyn ohne Freunde. Ich werd sitzen wie einegraue Wolke in meiner Halle. Ich werd nichtdie Rückkehr meines Sohnes in seinen schallendenWaffen vernehmen. Weint, ihr Helden von Morven! nie wird sich Oscar erheben!"Und
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten