Die Scenen durchaus wild und romanzisch. Ci-ne am Meerstrande ausgestreckte Heyde; ein um-nebelter Berg; ein durch ein einsames Thalschiessender Strom; zerstreute Eichen; Helden Grä-ber mit Moos überwachsen; erwecken alle eineschauervolle Erwartung im Gemüthe, und berei-ten zu großen und ausserordentlichen Begebenhei-ten vor. Wir finden in Ossian keine Einbildungs-Kraft, die mit sich selber scherzet, und lustigeKleinigkeiten ziert, die Phantasey zu ergötzen.Seine Poesie verdient vielleicht mehr, als jedeeines andern Schriftstellers die Poesie des Her-zens, genannt zu werden. Sein Herz ist ein vonedeln Empfindungen, von erhabenen und zärtli-chen Leidenschaften durchdrungenes Herz; ein Herz,das glüht, und die Phantasey befeuert, ein Herz,das voll ist, und überfließt. Ossian schrieb nicht,wie die heutigen Dichter, Lesern, und Kunstrich-tern zu gefallen. Er sang aus Liebe zur Dicht-kunst, zum Gesange. Seine Freude war an Hel-den zu gedenken, unter welchen er geblüht hat-te; die rührenden Vorfälle seines Lebens zurücke
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