24
jngesegeln bekrefftiget worden. Geschehen vnd dorch Gottes gnedige vorleihungegenylich fullentagen am sosteinden dage des monato Neoemdri« in dem jare naChristi, vnsers einigen erlösers vnd sehelichmakero, gebordt eindusent viffhundertvnd in dem viff vnd negentigsten.
Das Original-Ercinplar verstehenden Vertrages ist das für die Bürgerschaft ausgefertigte, im Ar-chiv des hiesigen Gewandhauses aufbewahrte Duplikat, dessen gleichlautendes Gegen-Eremplar imArchive des Raths niedergelegt ward. Das Gewandhaus-Vremplar umfaßt zehn Nvgen ziemlichfesten, schon etwas vergilbten Papiers in Folio-Format; das letzte Blatt ist ganz leer, das vor-letzte Blatt nur zum Theil auf der ersten Elite (durch 14 Zeilen) beschrieben. Die Handschriftist überaus deutlich und sanier; in vorstehendem Abdrucke aber hat sich der Herausgeber eine un-wesentliche Freiheit erlaubt, indem die häusig vorkommenden Doppel-n am Schlüsse durch ein ein-faches u wiedergegeben sind, wie auch statt oes urkundlichen „dtt" nur „dt" gedruckt worden. Die10 Bogen bilden Ginc Lage und werden durch einen Pergament-Umschlag geschützt, iu welchen siedurch eine ans starker (blauer uno rother) Scioc gedrchele dicke Schnur eingeheftet sind. Diesedoppelte Hcftschnur ist an dem untern Ende der Mitte in einen Knoten geschlagen, hängt dann »oll«8 Zoll heraus und geht zunächst rurch das Siegel der Stadt, dann zwei Zoll tiefer durch dasSiegel rcs Gewandhauses, beide in braungelbcs Wachs (jedes 2 Zoll im Durchmesser) abgedrucktund durch Blcchkapseln geschützt. Der erwähnte Pergament-Umschlag ist zunächst unten und zwarnach innen zwei volle Zoll umgeschlagen, und rann noch der Hintere Deckel drei Zoll (ebenfalls nachinnen) umgelegt. An jenem unteren doppelten Deckel sind an doppelten Pcrgamcntstreifen die Siegelder vier Gewerke (ebenfalls in Nlechkapscln) befestigt. Wenn daher das Heft iu der Mitte aufge-schlagen und ausgebreitet wird, so liegen die sechs Siegel in folgender An:
Siegel lerSchneider
!!
Siegel derSchmiede.
^ ^
/ Siege! de<l Gewand-V Kaufes,
)
^
Das ganze Dokument ist übrigens wohl erhalten; nur ras Siegel der Bäcker ist etwas beschädigt,weil ihm der Deckel der Blcchkavsel fehlt.
Hinter dem vordcrn Pcrgamcntdeckcl, also unmittelbar vor der Haupt-Urkunde, ist ein Bogen mit-telst rother doppelter Seide eingenäht, welcher auf zwei Seiten die landesherrliche Beftätigungs-Ur-kunde (<l, ä, Wolgast, den 3, Februar 16l8.) enthält, die also lautet-