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Maximilian Franz, Kurfürst von Köln :
(Geb. am 8. December 1756, gest. am 27. Juli 1801.)
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Maximilian Franz, Kf. u. Köln.

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kannte er die Namen aller Derjenigen, welche sich in Bonn bei den republikani-schen Festen bethciligt hatten. Am 19. September richtete er eine Aufforderungzu gemeinsamem Handeln an den Kurfürsten von Mainz, am 20. September einManifest an seine Unterthanen, am 12. October ein zweites Manifest an dieBonner; auch Flugschriften ließ er verbreiten und war selbst bei ihrer Abfassungthätig. Aber was vermochten Worte und Gründe in einer Zeit, wo nur dieGewalt den Ausschluss gab? Selbst auf dem rechten Rheinufer fah M. F. seineBesitzungen eben jetzt in ganz unerwarteter Weise gefährdet. Preußen hatte imSommer 1796 während der Unruhen des französischen Einfalls Gelegenheit ge-nommen, wirtliche oder vermeintliche Anfprüche in Franken nicht ohne Gewalt-samkeit geltend zu machen, insbesondere zum Nachtheile des deutschen Ordens.Es kam so weit, daß preußische Truppen am 8. Januar 1797 einen Hauptsitzdes Ordens, Ellingen, besetzten und noch im folgenden Sommer mit schweren Con-tributionen belegten. Dann mischten sich freilich die Reichsbehörden ein. Schonim Juli 1797 erließ der Reichshofrath ein in den stärksten Ausdrücken sormulirtesMandat gegen den König, der als Markgraf zu Ansbach und Baireuthdendeutfchen Ritterorden unter einem überströmenden Zusammenfluß der grüßtenGewaltthätigkeiten seiner hergebrachten Hoheitsrechte zu Ellingen, Stopsenheim,Absberg und Eschenbach wirklich entsetzt habe." Dem König wurdeunter Strafevon 5 Mark lüthigen Goldes geboten, alle landfriedensbrüchigen Befehle zurück-zunehmen". Einiges wurde denn auch zurückgenommen. Aber diese Angelegen-heit bildete noch im Juni 1798 auf den Berliner Conferenzen einen wesentlichenStreitpunkt für Oesterreich und Preußen, ohne daß man zu einem Abschluß ge-kommen wäre. Hauptsächlich hing das Schicksal des Kurfürsten von den Ver-handlungen ab, welche im Anschluß an die Präliminarien von Leoben zwischenBonaparte und den Bevollmächtigten des Kaisers in Montebello, später in Udine ge-pflogen wurden. Als sie sich in die Lange zogen und in immer tieferes Geheimnißhüllten, ließ der Kurfürst durch ein Refcript vom 4. October in Regcnsburg den An-trag stellen, den schon so lange in Aussicht genommenen Friedenscongreß nunmehrwirtlich zu berufen. Der Antrag sollte am 25. October zur Berathung kommen,als die Nachricht von dem am 17. October unterzeichneten Frieden von CampoFormio dazwischen trat. In diesem Frieden waren die Präliminarien von Leobenwesentlich verändert, die Reichsintcgrität aufgegeben; die festgesetzte Grenze solltedem Lause des Rheines bis zur Mündung der Nette, nahe bei Andernach, folgen,dann diesen Fluß hinauf durch die Eifel und nordwärts die Roer entlang nachVenlo an die Maas gelangen. Danach wären freilich Trier und Mainz aus-gegeben, aber beinahe der gesummte kölnische Besitz aus dem linken Ufer demKurfürsten erhalten worden. Leider öffnete der Friede selbst schon den weiterenUebergriffen der Fremden den Weg. Wenn Frankreich, hieß es, größere Er-werbungen in Deutschland mache, müsse Oesterreich dafür eine Kompensation er-halten. Die Franzosen sahen die Abtretung des linken Rheinufers als gewiß an.Schon im December 1797, ehe noch das Reich sich erklärt hatte, ließen sie durchden Regierungscommiffar Rudler das Land in Departements eintheilen sowiefranzösische Gesetzgebung und Verwaltung einführen. Alles kam nun darauf an,wie der Congretz zu Rastatt die Entschädigungen regeln würde, welche den auf demlinken Rheinufer depossedirten weltlichen und den drei geistlichen Kurfürsten zu-gesagt waren. Die Abgesandten Maximilian Franz', Graf Erbach und v. Ulrich,ließen nichts unverfucht, die Interessen ihres Herrn zu fördern und den auch aufdem rechten Rheinufer schwer bedrückten kölnischen Landen Erleichterung zu ver-schaffen, besonders nachdem der Congreß am 9. März die Abtretung des linkenRheinufers und am 4. April den Grundsatz der Säcularisationen anerkannt hatte.Genugsam belehrt, woher der Kurfürst einzig noch Schutz zu erwarten habe,