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Maximilian Franz, Kurfürst von Köln :
(Geb. am 8. December 1756, gest. am 27. Juli 1801.)
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Maximilian Franz, Kf. v. Köln.

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schloffen sie sich enge den kaiserlichen Abgesandten Metternich, Cobenzl und Lehr-buch an. Auch M. F., der im October 179? seinen Wohnsitz von Mcrgentheimwieder nach Frankfurt verlegt hatte, wandte sich trotz feiner fchon fehr leidendenGesundheit in eigenhändigen Schreiben an den Kaifer und an Thugut. ImNovember 1798, als die Frage der Säkularisationen den Eongreß nach Lehrbach'sAusdruck zu einerHandlungsbürse" machte, suchte er eine Vereinigung der geist-lichen Reichsstände dagegen hervorzurufen. Ausführlich fetzt er am 30. Novemberdem Kaifer und dem Kurfürsten von Mainz die Nothwendigkeit auseinander;aber vergebens, denn der Kurfürst von Mainz und fein Minister Albini hatten,thöricht genug, ihre eigennützigen Hoffnungen auf die Hülfe der Franzofen gebaut.Eine höhere Macht fchien freilich noch einmal die Absichten des Feindes zuvereiteln. Der im März 1799 wieder ausbrechende Krieg brachte Italien undden größten Theil der Schweiz in die Gewalt der gegen Frankreich VerbündetenMächte. AIs im September die Truppen des Erzherzogs Karl sich dem Nieder-rheine näherten, trat auch auf dem linken Ufer die nie verläugnete Anhänglich-keit der Einwohner an den alten Landesherr, fo deutlich hervor, daß die Fran-zosen die stärksten Maßregeln, insbesondere das berüchtigte Geißelgesetz dagegenin Anwendung brachten. Aber nochmals folgte die Enttäuschung. Die Schlachtbei Marengo, am 14. Juni 1800 , Moreau's Feldzug in Deutschland und end-lich die Schlacht bei Hohenlinden am 3. December machten jeden fernerenWiderstand des Kaisers unmöglich; der Friede von Lüncville am 9. Februar1801 gab dann das linke Rheinufcr auch völkerrechtlich in franzüfifchen Besitzund machte der Existenz der geistlichen Staaten ein Ende.

Alle Hoffnungen des Kurfürsten waren damit zu Grabe getragen; nur um wenigeMonate hat er sie überlebt. Schon in Bonn litt er an übermäßiger Körperfülle,die er durch eine unvortheilhafte Diät er fehr reichlich, trank aber nur Wasser noch vermehrte. Im März 1795 erlitt er einen Schlaganfall, 1797 warer fo stark geworden, daß er sich nur mühsam noch bewegte. Im folgenden Jahrenahm das Leiden zu; man dachte an einen Coadjutor; er felbst fchrieb imMärz darüber an den Kaifer; fein Gefandter, Graf Erbach, und der ihm nahebefreundete Domherr v- Merveldt traten mit den kaiferlichen Gefandten in Rastattzuerst im Juni und abermals im November in Verhandlung. Allein derWiederausbruch des Krieges lenkte die Gedanken wieder ab. Aus Frankfurt,wo er sich nicht mehr sicher fühlte, begab sich der Kurfürst am 19. Februar1799 nach Mergentheim, im März nach Ellingen und im folgenden Frühling,abermals durch die Kriegsunruhen verfcheucht, nach Wien, wo er am 28. Aprileintraf. Er wurde freundlich, ja mit Auszeichnung empfangen, bezog in demfrüheren Garten des Fürsten Esteihazy eine Wohnung, gab täglich Audienzenund suchte mit den ihn begleitenden höheren Beamten die nöthigen Regierungs-geschäfte zu erledigen. Eigentlichen Einfluß befaß er in Wien Wohl nicht, weildas gefpannte Verhältniß zu Thugut fortdauerte; als Kurfürst und wegen dermöglichen Annahme eines Coadjutors war er jedoch noch immer für den öster-reichischen, wie für andere Höfe ein Fürst von nicht geringer Bedeutung.Schwerlich hätte er gedacht, daß die Wuth des Krieges ihn selbst in so weiterFerne bedrohen würde; aber nach der Schlacht bei Hohenlinden, als Moreau sichder Hauptstadt näherte, mußte er sich täglich zur Flucht nach Brunn bereithalten. Sein Zustand ließ damals schon ein baldiges Ende befürchten; einSommeraufenthalt in dem benachbarten Lustort Hetzendorf brachte keine Linde-rung. In Vorausficht feines nicht fernen Todes hatte er es dahin gebracht,daß am 6. Juni vom deutschen Orden der Erzherzog Karl zu seinem Coadjutorgewählt wurde; zum Haupterben seines sehr bcdeutendm Privatvermögens sehteer am 24. Juni den Erzherzog Maximilian, Sohn seines Bruders Ferdinand,

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