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Maximilian Franz, Kurfürst von Köln :
(Geb. am 8. December 1756, gest. am 27. Juli 1801.)
Entstehung
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Maximilian Franz, Kf. v, Köln.

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die bedeutende, niemals zurückgezahlte Summe von 650,000 Gulden vorstreckte. DieKämpfe bei Aldenhoven und Neerwinden am 1. und 18. März brachten noch einmaldie Niederlande in österreichischen Besitz; der Kurfürst kehrte am 21. April von Münsternach Bonn zurück und konnte im Sommer mit Befriedigung vernehmen, daß einkölnisches Bataillon von 600 Mann neben münsterischer Artillerie bei der Einnahmevon Valenciennes (28. Juli) nützliche Dienste geleistet hatte. Aber die Uneinig-keit der Coalition ließ den Franzosen Zeit, sich ans ihrer fast verzweifelten Lagewieder aufzuraffen und im Sommer 1794 entschied die Schlacht bei Fleurusam 26. Juni auf beinahe 20 Jahre das Uebergewicht der französischen Waffenin Europa. Ohne eigentliche Niederlage, aber zu schwach, um dem Feinde Standzu halten, wichen die Oesterreich« unter Coburg, dann unter Clerfayt bis anden Rhein und Anfangs October bei Köln hinter den Rhein zurück. Mit demäußersten Mißfallen hatte der Kurfürst diese Ereignisse verfolgt. Er gab sichder damals vielverbreiteten, obwol irrigen Ansicht hin, daß Belgien von denOesterreichein absichtlich ohne Noth preisgegeben fei. Sowol nach Wien als andie österreichischen Generale richtete er die bittersten Klagen und weigerte jedefernere Unterstützung. Ende September war an Widerstand nicht mehr zu denken;Bonn füllte sich mit Flüchtigen, welche das rechte Rheinufer zu gewinnen fuchten.Am 2. October Nachmittags 3 Uhr verließ auch der Kurfürst, Thränen in denAugen, mit segnender Hand die Stadt, die er niemals wiedersehen sollte. Ersetzte auf der Schiffbrücke über den Rhein, nahm, mehrmals von den Colonnender rückziehenden Oesterreicher aufgehalten, seinen Weg nach Münster, von danach Frankfurt und gelangte in der eisten Hälfte Decembers nach Mergentheim,das von jetzt seine Residenz und der Mittelpunkt seiner Regierung werden sollte.Der Minister v. Waldenfels und die geheimen Referendare Bersword und Wredehatten ihn dahin begleitet; der Hofmarfchall v. Schall blieb zunächst in Bonn undwurde später zu diplomatischen Sendungen verwandt. Denn man darf nicht glauben,daß mit dem Verlust des linken Rheinufers die Regierungsthätigkeit des Kur-fürsten ein Ende genommen hätte. Das Bisthum Münster war noch gar nicht,das Gebiet des deutschen Ordens zu geringem Theile vom Kriege berührt, selbstvon dem Kurfürstenthum Köln lag der größere Theil, insbesondere das Herzog-tum Westfalen, auf dem rechten Rheinufer. Nach der Hauptstadt dieses Landes,nach Arnsbcrg, verlegten das Domcapitel, das Officialat, das Revisionsgerichtund die ständische Obeisteuerkasse ihren Sitz, die Regierung kam nach Reckling-Hausen, die Hofkammer nach Brilon. Einige ruhige Monate gaben Zeit, Ord-nung in die neue Organisation zu bringen. Den Franzosen fehlte die Kraft, denRhein zu überschreiten, und auch Clerfayt konnte sich trotz bedeutender Ver-stärkungen, trotz der dringendsten Mahnungen, die ihm von Wien aus zugingen,zu einem energischen Angriff nicht ermannen. Man hörte sogar von Friedens-unterhandlungen. In der That standen sich auf dem deutschen Reichstage zweiParteien gegenüber, die eine unter dem Vorgänge Oesterreichs für eine kräftigeFortsetzung des Krieges wirkend, die andere mit Anlehnung an Preußen zumFrieden mit Frankreich geneigt. Der Kurfürst, obgleich österreichischer Erzherzog,gehörte keineswegs zu den Reichsständen, ans die der Wiener Hof mit Sicherheitzählen konnte. Als der Kaiser am 13. August 1794 statt des zwei Jahre früherbewilligten Triplums das Quintuplum, alfo eine Reichsarmee von 200,000 Mannforderte, wurde dasselbe am 13. October zwar bewilligt, aber von allen Reichs-ständen hatte leiner sich so bitter über die Politik und Kriegführung des WienerHofes ausgefprochen, als M. F. in einem Schreiben an den ReichsvicekanzlerFürsten Colloiedo vom 29. August. Am 24. October stellte der Kurfürst vonMainz den in Wien äußerst mißfälligen Antrag, Frankreich den Frieden auf derGrundlage des früheren Besitzstandes anzubieten. Auch jetzt stimmte Kurküln