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Maximilian Franz, Kf. v. Köln,
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Stadt mehr als zwanzig bis höchstens dreißig in ihrem Bereiche dulden, keinEmigrantencorps bewaffnet durch das Erzstist ziehen, Waffenübungen oderWerbungen vornehmen. Als eine Compagnie bewaffneter Emigranten in Ander-nach sich einquartierte, wurde sie sofort über die Grenze gewiesen. Persönlichhatte der Kurfürst von der Revolution im eigenen Lande nichts zu fürchten; erließ ungehindert alle Nachrichten aus Paris und die fremden Zeitungen in derBonner Lefegefcllfchaft, die er öfters felbst besuchte, bekannt werden. Begreiflicher-weise trat aber doch in dem Geiste der Regierung eine Aenderung, in "denReformen ein Stillstand ein; der Streit gegen die Nuntien, obgleich in derWahlcapitulation Leopolds II. noch erwähnt, kam mehr und mehr in Vergessen-heit; von der Universität nahmen im I. 1791 die beiden Professoren, welchezu Ausstellungen den meisten Anlaß gegeben hatten, Eulogius Schneider undDereser, den Abgang. Aber keine Maßregel im Innern konnte den Sturm vonAußen beschwichtigen. Schon im Herbst 1792, nach der unglücklichen Wendungdes Feldzugs in der Champagne, als auch Mainz am 21. October sich schmach-voll den Franzosen überliefert hatte, fchieu das gefammte linke Rheinufer wehr-los dem Feinde preisgegeben. Der Kurfürst von Trier begab sich schon andem genannten Tage von Koblenz nach Bonn und nach kurzer Rast aufdas rechte Rheinufer. Auch in Bonn dachte man an Flucht; das Archivund sämmtliche Werthfachen wurden eingepackt, und Schiffe, um sie aufzu-nehmen, in Bereitschaft gehalten. Der Kurfürst selbst entfernte sich am22. October aus seiner Residenz, kehrte jedoch bald zurück, da mit demrechtzeitigen Eintreffen der Preußen in Koblenz Anfangs November die GefahrVom Oberrhein her verfchwunden war. Aber sie kam von einer anderenSeite. Dumouriez' Sieg bei Iemappes am 6. November brachte bald die ge-summten 'Niederlande, Mitte Decembers sogar Aachen in die Gewalt derFranzosen. Man mußte besorgen, sie bald auch in Köln und Bonn zu sehen.Dies und vielleicht noch mehr das ihm äußerst mißfällige Benehmen der Ocster-reicher in seinem Lande bewogen den Kurfürsten, am 21. December nach Münsterabzureisen, wo er den Winter verlebte. Unablässig bemühte er sich, wie es derBrieswechfel mit seinem Freunde, dem Hosmarschall Freihcrrn v. Schall, beweist,auch von dort aus, die Bedrückung des kölnischen Gebietes wenigstens zu lindern.Zugleich zeigt er in diesen Briefen das richtigste Verständniß für die Gefahrender Zeit und für die verfehlten Maßregeln, welche befonders die geistlichen Kur-fürsten in eine so üble Lage gebracht hatten. Nur freilich die Einsicht fehlteihm, daß ein eifriges Zusammenwirken aller Reichsstände zum Schutze Deutsch-lands unerläßlich sei; sein Hauptbestreben ging dahin, sich so wenig als irgendmöglich an dem Kriege zu betheiligen. Nachdem am 23. November 1792 vomReichstag die Ausrüstung eines Triplums der Reichscontingcnte beschlossen War,hätte Köln etwa 3200 Mann stellen müssen. Diese waren aber bei weitem nichtvorhanden; der Kurfürst wünschte, das Fehlende durch Geld abzukaufen, und warnicht wenig bestürzt, als er von Oesterreich und Preußen, an die er sich wegeneiner Contingentsvertretung gewandt hatte, eine durchaus abschlägige Antworterhielt. Um die nöthige Truppenzahl aufzubringen wurde Mitte Februar einaußerordentlicher Landtag berufen, der aber zum großen Mißfallen des Kurfürstenohne Ergebniß blieb. Nicht mehr leistete der gleich nach Ostern einberufeneordentliche Landtag. Die Städte traten auf demfelben mit einem Antrag aufgleiche Vertheilung der Steuern hervor, und der Kurfürst zeigte sich bereit, dieKammergüter mit in Anschlag zu bringen. Aber Adel und Geistlichkeit weigertenihre Zustimmung, und nur der Kurfürst that am Ende doch noch etwas, indemer Rekrutirungen anordnete, die vorhandenen Truppen zur kaiserlichen Armee ab-gehen ließ und dem Prinzen von Coburg, der dieselbe befehligte, aus eigenen Mitteln
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