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Maximilian Franz, Kurfürst von Köln :
(Geb. am 8. December 1756, gest. am 27. Juli 1801.)
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Maximilian Franz, Kf. v. Köln.

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mit Erstaunen und Bewunderung über die Einfachheit seines Auftretens, überseine Arbeitsamkeit und Ordnungsliebe und über die strengen Anforderungen, dieer im Geschäftsgänge an sich wie an andere stellte. Immer behielt er aucheine Vorliebe sür den Orden, verweilte gern in Mergentheim, uud die zahlreichenActen im Deutfchordensarchiv zu Wien beweisen, daß er niemals aufgehört hat,den Ordensangelegenheiten eine thätige Sorgfalt zu widmen. Freilich ließ er sichdadurch nicht abhalten, von Zeit zu Zeit in die große Welt zurückzukehren, be-sonders nach Wien, wo er bei seinem Bruder Joseph stets ein gern gesehenerGast war. In Wien verweilte er im Frühjahr 1782 während der AnwesenheitPius' VI. , der ihm großes Wohlwollen bezeigte und sogar den Cardinalshutanbot. Im Frühling 1783 finden wir ihn bei seinem Bruder Leopold inFlorenz und bei seiner Schwester, der Königin Karolina in Neapel. Im fol-genden Jahre, als er sich wieder in Wien befand, kam ihm am 21. April dieNachricht zu, daß Maximilian Friedrich am 15. April verschieden sei. Raschentschloß er sich zur Abreise; am 3. Mai erging aus Bonn das erste Manifestan seine Unterthanen; am 6, August wurde er feierlich im Dom zu Köln alsErzbischos und Kurfürst, am 12. Octbr. auch zu Münster als Fürstbischof in-thronisirt. Vom Papste hatte er die Erlaubniß erhalten, den Empfang derWeihen zehn Jahre zu verfchieben. Kaifer Joseph schreibt jedoch schon am23. Juli 1780:Will mein Bruder geistlich werden, so mutz er auch allesthun, um ein ausgezeichneter Bischof zu fein. An seiner Stelle würde ichdie Weihen und sogar die Priesterweihe sogleich nehmen". Diesem Rathe folgteM. F. Vom 29. Novbr. bis zum 20. Decbr. 1784 theilte er im Priestcr-seminar zu Köln, wie noch jetzt eine dort befindliche Inschrift aussagt, alleUebungen der Alumnen, empfing darauf von dem päpstlichen Nuntius Bellisomiin dessen Hauskapelle zu Köln die Priesterweihe und am 8. Mai 1785 vonClemens Wenceslaus, Erzbischos von Trier, in der Münsterkirche zu Bonn diebischöfliche Consccration.

Bald bemerkte man im Kurfürstenthum, wie die Regierung mit dem neuenRegenten eine neue Gestalt annahm. M. F. war in der Schule Josefs II.gebildet; er hatte auch in dem Großherzog von Toscana das Vorbildeines thätigen, scharfsichtigen Fürsten vor Augen, . dessen klug berechnendeMäßigung ihn noch mehr zur Nachahmung reizte, als die sich überstürzendeHeftigkeit des ältesten Bruders. Seine verschiedenen Territorien sand er in sehrVerschiedenem Zustande: im Gebiet des deutschen Ordens hatte er selbst seit1780 die Geschäfte geleitet; auch Münster erfreute sich nach der langjährigenVerwaltung Fürstenberg's einer bis dahin niegesehenen Blüthe. Dieser aus-gezeichnete Mann war zwar, bald nachdem die Wahl des Erzherzogs erfolgtwar, von seinem Ministcrposten zurückgetreten, aber die beibehaltene Stelleeines Generalvicars setzte ihn nach wie vor in den Stand, in der Verwaltungder kirchlichen Angelegenheiten, insbesondere des Schulwesens, jene fegensreicheWirksamkeit zu entfalten, die seinen Namen weit über die Grenzen des Landes hin-ausgetragen hat. Ein leitender Minister war nicht wieder ernannt worden; dieunter Fürstenberg gebildeten Männer sührten die Regierungsgeschäste in seinem Geisteweiter. Sein Verhältniß zu dem neuen Landesherrn blieb freilich immer eingespanntes, besonders nachdem die Wahl seines Bruders Franz Egon zum Coad-jutor für Paderborn am 12. Juni 1786 eine Hoffnung Maximilians vereitelt undneues Mißtrauen geweckt hatte. Der Kurfürst ließ nicht selten VorschlägeFürstenberg's unbeachtet und empfand es unwillig, daß er diesen niemals fürseine kirchlichen Ansichten gewinnen konnte, aber im Ganzen war er verständiggenug die Grundsätze des auch ihm verehrungswürdigen Gegners nach wie vorin Anwendung zu bringen. Anders in Köln. Hier war unter einem Kur-

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