Maximilian Franz, Kf. v, Köln.
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durch Dohm's Zeugniß für hinreichend verbürgt halten. Das wirtlich ent-scheidende war jedenfalls, daß Maria Theresia auf den erneuerten Antrag vonBelderbufch und Kaunitz sich nunmehr, obgleich noch immer mit Widerstrebenentschloß, am 7. April zwei Schreiben, ein osficielles und ein eigenhändiges, anden Kurfürsten zu richten. Dieselben halten den günstigsten Erfolg. Max Friedlicherklärte schon am 19. April seine Willfährigkeit und betraute Velderbusch mit derFortführung der Verhandlungen. Nachdem dann Metternich das Dankschieiben derKaiserin förmlich in Bonn übergeben hatte, richtete der Kurfürst am 13. Junieine dringende Empfehlung zu Gunsten des Erzherzogs an das Domcapitel. Wederdie Abmahnungen Friedrichs des Großen, noch das wenig geschickte Benehmen seinesBevollmächtigten von Emminghaus in Köln vermochten zu hindern, daß dieMehrheit des Capitels am 26. Juni den Beschluß faßte, es solle am 2. Augustdie Frage, ob ein Coadjutor zu wählen sei, in Ueberlegung genommen werdm.Als diese Frage bejaht war, fügten sich auch die meisten vormals Widerstreben-den, so daß am 7. August M. F. beinahe einstimmig gewählt werden konnte.Größeren Schwierigkeiten unterlag die Wahl in Münster. Hier war der leitendeMinister nicht die Stütze, sondern der gefährlichste Gegner des Erzherzogs. DerFreiherr Franz Friedrich Wilhelm von Fürstenberg wurde nach einer 16jährigensegensreichen Verwaltung durch die Wünsche eines großen Theiles der Bevöl-kerung, durch eine bedeutende Partei im Capitel,' ja in früherer Zeit durch dieeigenen Wünsche des Kurfürsten als künftiger Nachfolger bezeichnet, zudem vonden benachbarten Staaten, Holland, Hannover und vor allen von Preußen ent-schieden begünstigt. Indessen der Einfluß des kaiserlichen Hofes, ein Empfehlungs-schreiben des Kurfürsten, die geschickten Vorbereitungen des LegationssecretärsKornrumpf und das tactvolle Benehmen Metternich's, welcher am 25. Maiunerwartet zu Münster erschien, neigten auch hier die Wage zu Gunsten desErzherzogs. Im Schoße des Domcapitels kam es zu den bittersten Erörterungen.Formfehler, welche die Majorität nicht vermied, gaben freilich den AnhängernFürstenberc/s zu nicht unberechtigtem Widerspruch Veranlassung. Es hätte zugefährlichen Verwickelungen kommen können, wäre eine Beschwerde der Fürsten-bergischen Partei an den Reichstag ergangen und von Friedrich II., wie es seinMinister Herzberg wollte, wirksam unterstützt wurden. Aber zu einem gewalt-samen Vorgehen zeigte sich der König nicht geneigt, und Fürstenberg, zu klugund zu edel, um in einem aussichtslose»: Streite den Frieden seines Vater-landes zu gefährden, gab den Widerstand auf. Am 14. August, nachdem dieKölner Wahl bereits erfolgt war, zeigte er in einer würdigen Erklärung demGrafen Metternich an, „daß er und die ihm Gleichgesinnten durch ihren Bei-tritt die von ihren Mitbrüdern begangenen Nichtigkeiten aufheben und durcheine einhellige, rechtliche Wahl ihrem Bifchofe den von ihm begehrten Coadjutorgeben wollten". Am 16. August vereinigten sich dann alle Stimmen zu GunstenMaximilians.
Auf die Nachricht von der Wahl begab sich der Erzherzog im Sep-tember 1780 an den Rhein und empfing am 4. October zu Bonn inmittenglänzender Feste die Glückwünsche der Domcapitel von Köln und Münster, desClerus und der Stände. Die Würde und Bescheidenheit feines Benehmens, dieFähigkeiten und Kenntnisse, die man an ihm bemerkte, zudem die reichen Ge-schenke, die er austheilte, machten auf den Kurfürsten und die künftigen Unter-thanen den günstigsten Eindruck. Am 16. October begab er sich vom Rheinenach Mergentheim, um die durch den Tod seines Onkels Karl von Lothringen(1- 4. Juli 1780) ihm zugefallene Regierung am 23. October in einem Ordens-capitel feierlich zu übernehmen. Einer der fähigsten Bonner Beamten, der Hof-kammerrath Voosfeld, der ihn im März 1784 in Mergentheim aufsuchte, berichtet
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