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Ausführliches Programm der Festlichkeiten und Festakte der Jubel-Feier zur Erinnerung an das 600jährige Bestehen Düsseldorfs als Stadt vom 13. bis 16. October 1888
Entstehung
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Vergrösserungen der Stadt, bis denn sein zweiter Nach-folger, Kurfürst Johann Wilhelm, seineResidenz dem Glänzeseines Hofes durchaus entsprechend zu gestalten sich vor-setzte. Das sollte nicht nur durch Vergrösserung undNeubauten (Neustadt, das geplante Prachtschloss) geschehen,sondern ebenso durch Pflege von Kunst und Wissenschaft(Pellegrini, Zanetti, van Douven, Grupello u. s. w.). Ganzbesonders hervorzuheben ist die Gründung der berühmtenDüsseldorfer Gemäldegallerie ; dieselbe machte zwar Düssel-dorf noch nicht zur Kunststadt im heutigen Sinne, abersie veranlasste doch einen g'rossen Fremdenverkehr undvermochte hierdurch einigen Ersatz zu schaffen für diegrossen Lasten, welche zur Bestreitung solchen Aufwandesder Bevölkerung von Stadt und Land auferlegt werdenmussten.

Der Tod Johann Wilhelms (1716) machte dieser Prachtplötzlich ein Ende; denn seine Nachfolger residirten nichtmehr in Düsseldorf, sondern in der Pfalz. Erst KarlTheodor, welcher übrigens auch nicht in Düsseldorf resi-dirte, wandte der Stadt wieder seine FUrsorg'e zu und trateinigermassen in die Fussstapfen Johann Wilhelms; Neu-bauten (Jägerhof, Marstall), Stadterweiterung (Karlsstadt)und besonders die Gründung der Malerakademie legenZeugniss davon ab.

Die kriegerischen Ereignisse hatten während all derZeit schon auch Düsseldorf nicht unberührt gelassen, aberkeines hat so gewaltsam eingegriffen, als jene folgen-reiche Beschiessung durch die Franzosen am 6. October1794, wo das Schloss und viele andere Gebäude in Brandgesetzt wurden. Dies schreckliche Ereigniss, welches amSchlüsse des ersten halben Jahrtausends die Stadt Dusseldorf, die Tochter von Kriegesstürmen, wieder zu vernichtendrohte, steht zugleich am Beginn desjenigen Jahrhunderts,welches für die Folge den Weg' zu friedlicher Weiterent-wicklung gewiesen und auf dieser Bahn mächtig'e Schrittebereits gethan hat. Der Beschiessung von 1794 folgte 1802die Schleifung der Festungswerke und die Umwandlungderselben in Parkanlagen, Alleen und Strassen, dann dervorübergehenden Franzosenzeit der Ueberg'ang an dieKrone Preussen. Neues Aufblühen in jeder Hinsicht folgteunter der Fürsorge und dem Wohlwollen der Hohenzollern-schen Herrscher und Fürston. Die neugegründete Kunst-schule, das künstlerischeLeben neben der Akademie, Theater,