Zur Geschichte Düsseldorfs.
Der Landstrich am Rhein, in welchem das heutigeDüsseldorf liegt, war zur Zeit, als die Römer unter JuliusCäsar zum ersten Mal an den Rhein kamen, von Sigambrernbewohnt. Diese verliesseh bald nachher die Gegend, undnach längerer Zeit finden wir die Tenkterer an ihrer Stelle.Nach dem Untergange der Römerherrschaft stand dasLand unter Fränkischen Königen und bildete einen Theildes Keldachgaus im Ripuarlandie; es wurde im' 10.—12.-Jnhrhundert durch die Lothringischen Pfalzgrafen verwaltet.Schon im 11. Jahrhundert kamen kriegerische Verwick-lungen mit dem benachbarten Kölner Erzbischofe vor.Um dieselbe Zeit wuchs auf der rechten Rheinseite dieBedeutung der Herren von dein Berge, wie sie nach ihrerStammburg Messen. Als Grafen von dem Berge warendiese gegen Ende des 12. Jahrhunderts Herren des Gebietes,auf welchem an der Düsselmündung der kleine Ort Düssel-dorf lag. Der Name wird in einer Urkunde des Jahres115;) zum erstenmal genannt, und das Dorf gehörtedamals dem Edlen Arnold von Tevern. Im Jahre 1206wurde Düsseldorf zur Pfarre erhoben und ward mehr undmehr geeignet, die Augen der Grafen von dem Bergeauf sich zu ziehen, deren mächtigste Gegner am Rheindie Erzbischöfe von Köln waren. Verschiedene Kämpfehatten bereits früher stattgefunden, als unter dem GrafenAdolf V. von Bora 1 im Jahre 1288 die folgenschwere Ent-