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1 (1886) Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls des Großen zu Aachen. - Die lutherische Gemeinde zu Aachen im Laufe des 16. Jahrhunderts
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die in einer grossen Zahl historischer Quellen seit demEnde des 11. Jahrhunderts sich findenden Nachrichten überdie sog. grossen Aachener Reliquien unabhängig nebenein-ander, jede also als für sich beweiskräftig hingestellt. Siehaben auf diese Weise unabsichtlich, wie ich annehme durch Häufung und ungesiehtete Zusammenstellung sol-cher Nachrichten den Blick des Lesers getrübt und es ihmerschwert, sich über den allen anhaftenden Mangel an inne-rer Beweiskraft klar zu werden.

In Wirklichkeit ist das Verhältniss dieser Nachrichtennämlich so, dass alle ohne Ausnahme auf eine am Endedes 11. Jahrhunderts entstandene Quelle zurückgehen; diesegemeinsame Quelle ist aber nicht historischen, sondern sa-genhaften Charakters, kann folglich ebensowenig wie dieaus ihr abgeleiteten Nachrichten die Grundlage eines hi-storischen Beweises bilden. Und nur die Frage nach derMöglichkeit eines wissenschaftlichen Beweises für die Echt-heit bildet den Gegenstand des folgenden Aufsatzes; er sollgewissermassen nur eine Kritik des seither geübten Ver-fahrens zur Herstellung eines Scheinbeweises bilden, istalso nicht für diejenigen berechnet, welche zur Anerkennungder Echtheit dieser Heiligthümer nur des Glaubens, nichtdes Beweises bedürfen.

Der zweite Aufsatz behandelt ein Kapitel aus der nochso dunkeln Geschichte der Reformation in Aachen. Ihmbrauche ich keine weitere Bemerkung vorauszuschicken.Nur dem Wunsche möchte ich Ausdruck geben, dass dieseDarstellung bisher unbekannter Verhältnisse weitere Kreiseveranlassen möchte, etwa zerstreut noch vorhandenem ar-chivalischen Material, das im Stande ist, Licht auf dieAufnahme und Verbreitung der reformatorischen Ideen inAachen zu werfen, grössere Aufmerksamkeit zu widmenund dasselbe der Benutzung zugänglich zu machen. DasArchiv der evangelischen Gemeinde in Aachen enthält zwarrecht viel Schätzenswerthes, aber überall und ganz beson-ders für das 16. Jahrhundert zeigen sich Lücken, und zwar