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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Und auf dein Fahrzeug führen. Dir vereintTrotz' ich der See und ihren Ungeheuern30 Und lande mit dir in der sichern Bucht!

14. Dem Staatsmann Heil!

(An Nicola Acciajoli.) 1 )

Wohl freut den Landmann der bestellten FlurPrachtvoller Anblick, wenn er seinen SchatzAn goldnen Ähren überschaut; und dochErscheint ihm holder auf dem Rasenbuhl5 Die hohe Eiche und der Buche GrünUnd seiner weinumrankten Ulme Stamm.Wohl hört der Hirt mit Stolz der Herde Lob,Doch wählt er sich den mächt'gen jungen StierMit höh'rer Freude aus und läfst ihn fern10 Von andrem Vieh sich fetter Weide freun.Er streichelt ihn, vor andren pflegt er ihn,Ihn zeichnet er durch Schmeichelnamen aus,Umwindet sein Gehörn mit duft'gem Kranz.So blicken wir auf deine Taten hin. 2 )

0 Johanna, Königin von Neapel, vermählt mit Andreas von Ungarn,bestieg 1343 den Thron nach dem Tode König Roberts, ihres Vaters. IhrGemahl Andreas wurde 1845, nicht ohne ihr Wissen ermordet, da er selbstzu regieren bemüht war. Sein Bruder, König Ludwig von Ungarn, fielinfolgedessen 1347 in Neapel ein, eroberte das ganze Reich und tötetedie Mörder. Johanna hatte sich inzwischen mit Ludwig von Taront ver-mählt und war 1348 nach der Provence geflohen. Da aber die Pest 1348den König Ludwig zum Verlassen Neapels nötigte, kehrte Johanna zurück,nachdem sie Avignon an den Papst verkauft und mit dem Erlöse einHeer gerüstet hatte (1348). In dieser schwierigen Lage setzte sie Nicola A.,der schon unter König Robert ein verdienter Heerführer gewesen war,zum Verwalter des Königreichs Neapel ein. P. wünscht dem vornehmenFreunde Glück zu dieser hohen, wenn auch schwierigen Stellung undempfiehlt sich ihm.

a ) Die Stelle scheint arg verdorben zu sein; um einen erträglichenSinn zu gewinnen, bin ich der Übersetzung bei Rossetti gefolgt.