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Der seiher krankt; die Träne soll ich trocknen,Und ach! ich weine selbst! 0 feindlich Schicksal!Wie bist du hart! Ach, in so kurzer FristFünf Männer uns zu rauben! Hätte solche
35 Die Vorzeit uns geschenkt, — in Mantua, 1 )Dem schon den Kranz Italiens Muse reichte,War jenes Lied zur Meisterschaft gediehn,Dem einst Homer in Smyrna Nächte weihte.
So sind sie fort, die Göttlichen? Doch nein!
40 Bei dir ist alles. Führe du zurückApoll, die Musen, samt dem Helikon! 2 )Mein Lied kann nur noch klagen und vermagNur andern noch zu sagen: Klaget nicht! —
') Hütten jene fünf kürzlich verstorbenen Männer zur Zeit der geistigenBlüte Italiens gelebt, so hätte Mantua, (wo Virgil geboren ward), dasEpos wirklich zur Vollendung kommen sehen; doch scheint die Stelleverderbt und der Sinn nicht mit völliger Sicherheit herzustellen.
2 ) P. erklärt seinen Freund für hinreichend dichterisch begabt, umdie Poesie selbständig fördern zu können.