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Franz Petrarcas poetische Briefe
Entstehung
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208
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Nacli Frankreich rief mich Philipps edler Sohn, 1 )Als Eigentum begehrten mich die Briten, 2 )

45 Die weltentlegnen. Hatt' ich's nicht verdient,So dank' ich's güt'ger Sterne Gunst, die freundlichBesänftigt meines Unsterns bösen Willen.Mich reifst der Ärger fort. Verzeih das ScheltenDes Tief gekränkten! Nimmermehr bin ich's,

50 Der aus der Heimat flieht, sie flieht vor mir!

So ist's der Brauch, manch grofses Beispiel zeigt's!Sieh da, sieh dort die Gräber wackrer Männer,Die in der Heimat Scliofs nicht durften rub.nlWen deckt ein Leichenstein in fremdem Staube?

55 Was sind's für Bürger? Wessen Asche ist's? 3 )Mich trösten ihre Namen und ermahnenMit Gleichmut mich Geringes zu ertragen!

J ) Gemeint Ist König Johann von Frankreich, der 1350 auf den Thronkam; dieses Jahr dürfte demnach auch Abfassungsjahr des Briefes sein.

a ) Von Beziehungen P.s zu England ist sonst nichts bekannt.

3 ) Wenn die Zahl der in der Verbannung gestorbenen Florentinerauch nicht gering sein mochte und P.s eigner Vater auch zu ihnen gehörte,so hat es doch etwas Verlockendes sich vorzustellen, dafs P. an Dichterhierbei dachte (deren Namen ihn trösten!) vielleicht an Dante! Ist dieseAnnahme zulässig, so gewinnen wir ein neues Moment für die BeurteilungDantes durch Petrarca.