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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Florenz bestimmt Verbannung, öffnet nicht

Die Tlir auf meine Bitte!<) Ins Exil

Trieb mich der Bürger Hochmut. Der fürwahr

Verschliefst die Stadt, der gleiches Recht vernichtet.

15 Man kann verbannt sein ohne Volksbeschlufs,

Verwundet ohne Schwertstreich. Ist's ein Wunder?Wer kennte nicht den Frevelmut der Klique,Die durch des Volks gedankenlose NachsichtVerwöhnt ist, die gewaltsam Häuser raubt,

20 Der Ahnen Erbgut uns gewaltsam nimmt,Bei der die Klagen ungehört verhallenUnd Bitten fruchtlos sind? - - Was soll ich's leugnen?Ich bin ergrimmt! Verzeih' ein offnes Wort,Obgleich es prahlend klingt. Das stolze Korn

25 Nahm mich in seinen Schofs als Bürger auf,Neapel, Lieblingsort des grofsen Maro,Empfing mich gern, und König Robert hatDen Freundesbund gesegnet. Ja, noch mehr!Bologna, kundig der Gesetze, Pisa,

30 Die edle Perle am Tyrrkenerstrand,Venedig, das der Adria gebietet,Das eine Welt für sich ist, Padua, 2 )Der Chronikschreiber Heimat, Mantua, 3 )Das Smyrua Latiums, des Heldenliedes

35 Uralte Mutter, und das feste Parma*)

Des Reiches Schild, wie uns die Lieder melden,Als schweres Unglück Romas Pforten drohte. -Wozu Hesperiens stolze Städte nennen,Die meinen Namen gern ins goldne Buch

40 Mit höchsten Ehren schrieben, den alleinFlorenz aus seinen Bürgerlisten streicht! _Noch mehr! - Der heifse Zorn führt meine Feder! -

"~~"Wp. jemals einen wirklichen Antrag auf &**£*»> ^habe und dieser abgelehnt worden sei, ist sonst nicht bekannt.B ) Padua = Heimat des Livius.

3 ) Mantua = Heimat Virgils. bedeutende Kolle im

') Parma spielte als römische Kolonie eine DeaeuKampfe gegen die Gallier.