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Franz Petrarcas poetische Briefe
Entstehung
Seite
205
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2058. Gemeinsames Streben.

(An Zanobi da Strada) 1 )0 sei gepriesen, dafs die Vaterstadt,Wenn auch verödet, glückte dir zu sehaun,Und dafs auf Phöbus' Felsen dir gelangDer Schwestern Reigen selig zu erblicken!5 Dein Auge sab, was nie die schnöde Welt,Nie rohes Volk, nie blinde Nachwelt schaut!Erhabnes Schauspiel, nur geweihten GeisternVon Gott gestattet! So viel tausend Bilder,Der Menschheit Wesen, Streben, Hingen, Kämpfen,

10 Von hoher Warte durftesj du's gelassen

Zu deinen Ftifsen sehn! Du sahst auch mich,Wie ich auf weitem Umweg mühsam tastendIm Dunkel irrte. Ja, dich rifs dahinDes heifsgeliebten Lorbeers hohe Sehnsucht!

15 Drum bist du mir gefolgt, den du getrostVerleugnen durftest, da ich allzu kühnDes Lorbeers gottgeweihte Zweige brach.So richtet auf den Bannerträger sich,Der zagend steht, des tapfern Streiters Blick,

20 So prüft des sturmbewährten Seemanns AugeDen unerfahrnen, fremden Steuermann.Wer so nach Hohem strebt, sich selbst dabei

Florenz geboren, war in Strada von 1332186; M * mm ,*,,.. qn , 'wurde dann auf Verwendung hochstehender Freunde ***?}£ "ZHof von Neapel berufen, und 1855 von Kai f' K f ^ * J e £acuter gekrönt. Er war mit P. befreundet und stand mit m in bncHohem Verkehr. Ep.HI,9. Naeh Rossettis Annahme hatZ_.sem D ebtoTönung P. angezeigt und ihm angedeutet, dafs er dato ihm, setaemVorbilde, Dank schulde. P. antwortet im vorliegenden Brief ind m erJ glücklieh preist, dafs er in der Heimat eben ar und .emg ens nahederselben die Dichterweibe erlangen konnte, v. 1 6. Mm sjelle den Dichter hoch über alles Irdis-J^J"^ "^fuTin d er1keinen Dank schuldig, da P. trotz semer Krönung im .um*Einsamkeit wandele (v. 11-16) und ungeeigne geworden seZ.s*u sein (v. 17-21). Doch versichert er ihn seiner innigen Liebe.