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Die goldne Zeit und ihren Glanz zurück,
Und Mailands Volk lehrt er den Römergrundsatz:
Besiegte schonen, Stolze niederwerfen! 1 )
7. An Pietro, Dantes Sohn. 2 )
Wenn Wahrheit aus des Sängers Ahnung spricht,Darf ich getrost auf schöne Zukunft hoffen.Mein langes Leid erblickt vom HimmelsthroneWohl voll Erbarmen meines Gottes Güte5 Und meinen Tränen ist das Ende nah.0 Tag der Euhe, mir so lieb, o komm,So spät es sei! — Dafs du das Nah'n des HeilsVor mir erlebtest, war Verdienst der LiebeZum Vaterlande! Denn je heller einst
10 Der Stern des Glücks auf unsre Wiege blickte,Mit um so wärmerm Herzen lieben wirDie teure Mutter.
Rege Sorge treibtNun deinen allzeit wachen Geist; es schwand,Was dich verdrofs, und nur die Liebe lebt.
15 Doch mir verzeih den kurzen Brief, es lähmt
Ein Schmerz die Hand. Wenn sie die Feder führt,Meint einen dicken Balken sie zu schwingen,So matt ist sie! — Du weist genau warum.
*) Nach einem bekannten Verse Vcrgils, der dies als Leitsatz römischerPolitik bezeichnet.
a ) Pietro, Sohn des Dichters Dante, war nach Florenz heimgekehrt,nachdem er lange das Wanderleben seines verbannten Vaters geteilt undnach dessen Tode in Verona als Anwalt gelobt hatte. Wie es scheint,hat er in einem Gedichte P. eingeladen, ebenfalls nach Floren/, heimzu-kehren. P. glaubt jedoch nicht an baldige Befriedigung der Sehnsuchtseines Herzens. — Vieles ist in dem Briefe dunkel. In v. 1—7 scheint P.Dank auszusprechen, dafs Dantes Gedicht ihm Hoffnung auf Heimkehr macht;inwiefern aber Dantes Sohn wegen des Glückssterns, unter dem er ge-boren sei, das Vaterland mehr als andere liebe (v. 9—12), ist unverständlich-Auch warum P. zu schreiben schwer fällt, ist unaufgeklärt, noch dunklerist, wie Dante dazu kommen soll, diesen Grund zu wissen.