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Franz Petrarcas poetische Briefe
Entstehung
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Sein Blick ist klar, von Wohlbefinden leuchtend.Den Nacken trägt er höher jetzt als sonst,Und kräftig ragt der breitgebaute Rücken.

30 Er sieht mit Stolz das reicbgeschmUckte Halsband,Mit Hochgefühl den breiten, roten Gürtel,Aus dem die weifsen Säulen glänzend strahlen.')Daran erkennt er stolzbewulst, dafs einstEr dir gehörte! Meine Wiese meidet

35 Des Nachbars frecher Hirt, und seine HerdeHält er respektvoll fern. Ein strenger HüterBewacht mein Tor; das lästig dreiste VolkScheut meine Schwelle, die es sonst bestürmte.So leb' ich frei, mein eigner Herr. Zur Seite

40 Hab' ich beständig ihn, und wenn erschöpftIn stiller Kammer ich die Glieder streckeUnd Schlaf mir auf die müden Augen sinkt,So hält er draufsen Wache. Schlaf ich länger,Als sich's gebührt, so macht er Lärm, erinnert,

45 Laut scheltend, dals die Sonne schon erwacht,Und kratzt die Tür mit ungeduld'gem Fuls.Tret' ich heraus, ruft er mir freudig Beifall,Läuft mir voran den wohlbekannten Weg,Schaut oft zurück. Hab' ich an Baches Rand

50 Mich weich gebettet, Träumen nachzuhängen,Macht er die Runde, mustert jeden Zugang.Zur Erde streckt er dann die weilse Brust,Weist mir den Rücken, fremdem Volk die Zähne!Am klaren Quell weils ich ein stilles Platzchen,

55 Umringt von Fels und Flut, nur Vögel findenDen Zugang; oft mit bangem Herzen eilt ichZum lieben Ort. Da macht er Halt, besetztDen Weg und sperrt den Fels mit starkem Leibe.Dort meldet jedes Nah'n er leise an

60 Stürmt dann hervor, wenn ich's nicht hmdre, - - sorgsam

Bewacht er so des Dichters stilles Sinnen.

4.« f i!rh>l in den weilse Säuleni) Der Hund trug einen breiten, rjUm Gürtel **m

(oder Streifen) eingestickt waren, das Wapptn der uo

auf rotem Felde (Colonna = Säule).