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Was ich erhoffe? — Keine Ruh'. — WohinIch ziehe? — Hin und her. — Nach welchem Ziele? —5 Ich eile gradeswegs geschwind zum Tode. —Mit welchem Herzen? — Das kein Zagen kennt,Entschlossen aus des Kerkers Nacht zu scheiden. —Wer mich begleite? — Was auf Erden sterblich. —Mein Ziel? — Das Grab. — Und was danach? — Der Himmel,
10 Und wird mir der versagt, vielleicht die Hölle.(Doch diese Strafe, Gott, erlals mir Armen!)Wo jetzt ich bin? — In Parma. — Wo beschäftigt? —In meinem Gärtchen, auch im Tempel, dochNicht selten lockt's mich in den Wald hinaus. —
15 Mein Leben? — Das gewohnte, mag FortunaMir gnädig gleich die beiden Hände reichenUnd mir den Platz in ihrem Schofse bieten. —Mein Antlitz? — Wenig heiter. — Und im HerzenWelch grolses Werk? — Mein Epos Africa. —
20 Der Lohn des heilsen Strebens? — Eitler Ruhm,Denn echten Ruhm verdient allein die Tugend. —
Mein zweites, wicht'ges Werk — es ist ein Haus,Das ich mit Marmor köstlich schmücken möchte, 1 )(Docb, leider, deine Berge sind so fern,
25 Auch strömt die Etsch nicht, was ich sehr beklage,In gradem Lauf zu uns hinab), alleinEin Vers des Flaceus schreckt mich und erinnert 2 )Mich an das Grab, drum mufs der HimmelswohnungIch oft gedenken, spare dann die Steine
30 Zu andern Zwecken auf, — so kühlt sich abDas Feuer und die Liebe für mein Werk.Dann sind die Bauten alle mir verbalst,Dann möcht' im Wald ich ewig wohnen!
') Guglielmo da Pastrengo lobte in Verona. Die Provinz VeronaProduziert noch heute Marmor und verschiedene Bausteine. Diese auf derEtsch, an der Verona liegt, nach Parma zugeschickt erhalten zu können,wäre für P. zweifellos sehr vorteilhaft gewesen, wenn es möglich wäre.
2 ) Horaz, Carm. II, 18,16ff. „Du baust Häuser, ohne an dein Grabsu denken."
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