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Sie zielin daliin, wo man sie hegt und pflegt.Was gehn die Musen, was mein Lied dich an?' Verzeih' den Dichtern, schone, die du banntest,0, wende fort dein ungeweihtes Haupt
40 Vom Musendienste, wahre deine Zunge,Dafs nicht der Neid auf unheilvollen WegDich blindlings spornt und ins Verderben treibt!Dann soll dein feister Wanst an fetter Kost,An schwerem Wein, an weichem Pfühl sich freun!
45 Dann soll des Glückes Göttin dir von GoldDie Körbe 1 ) schwellen lassen, Erz und SilberSoll sie zu hohen Bergen um dich häufen!Dann soll dir Indien mit ElfenbeinIm Prunkgemach die Wände fein bekleiden,' 2 )
50 Der Ozean in Fülle auf dich laden,
Was man erbeutet aus gepries'nem Tang; 3 )Von deinen plumpen Fingern soll das LichtAus einer Last von Edelsteinen funkeln;Nie soll des Efeu mörderische Eanke
55 Die Bäume dir erwürgen, nie die Myrte,Nie Phöbus' Lorbeer deine Saat ersticken!Die Erde spende Feigen, Öl und Wein,Und von den Kufen triefe dir der Most,Und nie verlange der erschöpfte Winzer,
00 Und nie der müde Pfliiger von dir Geld!So sollen alle deine Freuden steigern.Wer Mangel leidet, finde keinen Platz 1Dem armen Freund verschliel'se sich die Tür!Sei mit dir selbst in deiner Gier beglückt!
65 Von keinem Gaste je belästigt, zähle
») Zur Aufbewahrung des Geldes bediente man sich im Altertum deraus Binsen oder Enten geflochtenen Körbe; fiscus = Korb; später = Staats-kasse. Vgl. bei Seneca, de ira III, 33, die in der Ecke liegenden fisci.
2 ) Vgl. über mit Elfenbein geziertes Getäfel Horaz, Carm. II, 18 oderPetr. epist. 1, 6, wo von einer Treppe aus Elfenbein die Kede ist, aufder man in ein Himmelbett steigt.
") Gemeint seheint Bernstein, der damals in weit höherem Wertestand als jetzt. Tacitus Germ. 45.
I 1 . l'rieücradorff, l'etrurcus pootischo Briefe. 12