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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Geschlagen, hat geraubt drei teure Männer,

Und dreimal Asche in die Luft gestreut

Und dreimal angefüllt die Totenurnen.365 Ein Unglücksbote folgte wild in Hast

Des andern Spur. Auf dich allein gewandt

Ist jedes Auge jetzt und hängt an dir.

Bezwingst du deine Tränen, weinet niemand;

Doch weinst du, fliefsen Tränen ungehemmt370 Bei jedermann.

Auch deiner Feinde Bosheit,

Die höhnisch grinst, enttäusche fest entschlossen!

Zu Boden tritt die bösgesinnte Brut!

Sei fest und stark, die Welt soll nimmer wähnen,

Colonnas Macht sei nicht mehr säulengleicb.375 Durch alle Welt drang deines Namens Ruhm;

So hoch erhob dich deines Hauses Gröfse,

Dein Leben sonder Makel. Unser Volk

Erblickt in dir den Pol, auf dem es ruht,

Und voller Stolz nennt Rom dich seinen Sohn.380 Sie achten drauf, wie du dich gibst und führst.

Du stehst so hoch, drum treffen alle Blicke

Und alle Lästerzungen dich. Es hängt

Von vielen ab, wer über viele herrscht.

Denn schonungslos bemächtigt sich des Herrschers385 Das Volksgerede. Drum emporgeschaut,

Wenn Donner kracht! Für deines Namens Ehre

Ist nichts zu schwer; wenn auch getreue Hut

So groi'sen Ruhmes grol'se Mühe bringt.

Wohlan, beschirme treu die eigne Ehre390 Und deiner Brüder Heil! Sie wandern schon

Den Weg des Lebens, steigen auf zum Himmel.

Soll deine Klage hemmen ihren Flug?

Betrachte rings das ungezählte Leid,

Das Zufallsspiel, dem alle wir verfallen,395 Das Los der Sterblichkeit, wohin auch immer

Das Glück uns stellt, den wilden Wogenschwall,

Das Ebben, Fluten dieser Lebenssee

Kein Zweifel bleibt, es gibt nur einen Hafen,