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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Ins Grab versenken sehn, das graue HaarIn bittrem Schmerze raufen und vereinsamtNach trübem Alter langsam sterben müssen!

10 Wenn einst mein Auge bricht, wer wird es schliefsen?Ins Grab mich betten, wenn du weiter wütest?Welch Unheilsstern bringt mir so arges Leid?So soll die Teuren all' ich überleben?Soll weiter leben, nicht vom Gram getötet?

15 Weh dir, erlauchtes Haus! So tönt die Klage,

Jetzt Haus des Unglücks, das zu Asche wardDurch so viel Scheiterhaufen! Das der LohnDer Brudertreu, die, ach, so innig war!Bejammernswerte Mutter! Ach, ihr Schwestern, 1 )

20 Nun so verlassen, welches KlageliedEntspräche eurem Grame? Welcher StromVon Tränen so gehäuftem Leide? KannSo schweren Schlag ein klagend Wort umfassen?0 kriegsgewalt'ges Herrscherhaus, der Säule

25 Von Marmor gleich, nie hat des Himmels Dräu'nDich je erschüttert, nie der Blitz gestürzt,Den zürnend Zeus entsendet, nie der Sturm,Der schon zehn Jahre tobt, 2 ) zu Fall gebracht;Du warst in Krieg und Frieden Romas Stolz

30 Ihr schönster Schmuck, du warst der Biedern Schirm,Der Frevler Schrecken, ach, du sinkst dahin,Du sinkst in Trümmer! Feindlich spinnt die ParzeDie zarten Lebensfäden deiner SöhneAuf rasch gedrehter Spindel ab und lälst

35 Im Tode sie verstummen! Welch ein Ende!War das verdient durch so viel Heldenmut,Durch so viel weltbekannter Taten Glanz?-------

>) Unter Mutter dürfte die Gattin Stefano des Jüngeren zu verstehensein, unter den Schwestern die sechs Töchter des alten Stefano, überwelche Gregorovius VI», 201, Anni. 2 Auskunft erteilt und für die P. einehohe Verehrung empfand.

s ) Die Fehden der Barone dauerten seit Jahrhunderten, aber seitseiner 1337, also vor zehn Jahren, zuerst nach Eom unternommenen Reisekannte P. die dortigen unruhigen Verhältnisse und deren Einflufs auf dasHans Colonna genauer.