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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Der Kiel war balkenschwer; er machte HaltNach jedem Schritt und sprach:Nun zückst du michVoll Wut auf deinen Freund, der nichts verschuldet." Soll ich die Frechheit dulden, sie nicht strafen?

150 gib ein Ziel, eiu Ziel mir, deiner würdig!"

Als so der Kiel noch sprach, ertönte klagendDie Angel an der Tür. Was gab's? 0 Wunder!Dein Bote stand davor! Und was er brachte,Erriet ich ahnungsvoll am Klang der Tür!

20 Entschuld'gen willst du dich; du schiebst die Schuld'Dem wahren Frevler zu. Wie glänzend schönErstrahlt der Wahrheit offnes Angesicht!Sofort ist mir die Bosheit klar; Verzeihung-Erhalt der träge Kiel, und voller Lust,

25 Ja, voll Begierde folgt er jeder Wendung.

Ich rieht' ihn grimmig auf des Feindes Blölsen,Und reichlich zahl ich heim der Sänger Schmach.Doch stets verschwiegen sei des Frevlers Name;Wohl macht mein Lied unsterblich, doch nicht ihn!!

30 Und nun zu dir! Dafs du, der Fahne treu,Den Hügel und den Quell der Musen liebst,Dafs du die rohe Schar verschmähst und fliehst,Die jede edle Kunst mit Ftifsen tritt,Das machst du recht! Zu Himmelsburgen führt

35 Dich dieser Weg, und wenn die nicht'ge MengeVerschollen längst, erstrahlt dein Name hell!

Verzeih, dafs ich zum Tadel mich entschlofs.Ist jener Zänker so in Neid entbrannt,Dafs ihm zu schweigen eine Marter dünkt;

40 Wenn's eine Lust ihm schafft, mit schnöden WortenMein friedlich Dichten zu beschimpfen, wohl!Warum versteckt er sich? Er trete vorIns offne Feld, er unterzeichne sichMit eignem Namen, hülle nicht ins Dunkel

45 Des fremden sich; er kämpf in eigner Rüstung!Denn auch Patroklus, der im Helm des FreundesAchill sich gleich gewähnt, war zwecklos tapferUnd sank, getroffen von des Hektor Stol's.