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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Ein Ende solches Lied! Inmitten stehtReate, 1 ) steht, des Landes starkes Knie,

65 Das Haupt der Welt, steht Roma, allgebietend,Des Herrn erhab'ne Burg, sein Erdensitz,Und Blitze schleudernd hält's die Welt in Furcht,Unsterblich durch Triumphe ohne Zahl!Sei mir gegrüfst, du kriegsgewalt'ges Land,

70 Du Lehrerin des Friedens! Hohe Geister

Sind dein erles'ner Schmuck; der Rede WohllautDein schönstes Kleinod; hoch erhebt dein HauptSich über and're meerumschlung'ne Länder!Kein Sänger singt dein Loblied jemals aus,

75 Der Helden und des Rechts erhab'ne Mutter!Einst sing' auch ich gewaltig deinen Ruhm!Zu kurzem Liede bot der Obstbaum heut'Den Anlals, dafs von Ästen süfses Obst,Nicht gold'ne Frucht, Italiens Fluren ernten,

80 Das galt's zu zeigen! Ich erprobt' es selbst!Die eisigkalte süfse Birne hier,Ein kleiner Teil vom Segen deiner Flur,Schau sie nur an, sie lobt sich reichlich selbst!

13. Schutz den Trümmern Roms! 2 )

(An Paolo Annibaldi.)

Wenn ich der feinen Art, des milden Blicks,Wenn ich der Reden denke, die so deutlichVon deines Herzens Hochsinn Zeugnis gaben,

x ) Wenn P. die uralte Stadt Reate, heute Kieti, als MittelpunktItaliens bezeichnet, so genügt ein Blick auf die Karte, um zu beweisen,dafs P. diese Bezeichnung so zu sagen von einer Karte ablas, die dennnsrigen entsprach. Dafs früher schon Beate als Mittelpunkt Italiensbezeichnet worden sei, ist nicht nachweisbar.

2 ) Als P. 1337 Rom zum ersten Male besuchte, waren StefannoColouna und Paolo Annibaldi Senatoren. Unter ihrer Führung besichtigteP. die Monumente Roms, die ihm durch ihre Erhabenheit einen ebensotiefen Eindruck machten wie der Zustand der Verwahrlosung, in dem er