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Er bittet dringend, — unentschieden bleibt
Zuletzt der Wortstreit; zugestanden glaubte *)
Er seinen Wunsch, — ich glaubt' ihn abgelehnt! —
Den zweiten Wunsch gewährt' ich ihm mit Freuden.
175 Wo war' ein Hof so deines Nahens würdig,0 greiser Scipio, als Roberts Hof! 2 )Doch ach, Fortuna, jedes hohen TrachtensMifsgünst'ge, falsche Freundin, rafft' ihn fort!Nun irrt mein Sang, als war' das Augenlicht
180 Ihm jäh genommen, ziellos durch das Dunkel,Weifs nimmermehr den rechten Pfad zu finden,Sieht keinen Hafen in der Meereswüste!Er eilt dem Grabe zu, dem Scheiterhaufen,Und hat so viele Jahre doch gekostet,
185 Ob manches Wirrnis auch den Abschluls hemmte.War' nur in euer Nest mein Werk zu senden,So war' es längst mehr als genug gefeilt!Doch manches macht ihm Sorge. Des Jahrhunderts,Das kommen soll, gedenkt es voller Bangen
190 Und zögert noch und schweigt. So langsam macht 3 )Es seinen Weg, dafs eine Lorbeerkrönung,Die auf des Werkes Abschlufs warten würde,Wohl in des Todes Stricke fallen mülste,(Wovor mein ahnend Herz so oft gebangt).
195 So starb zuvor der Fürst, und keine Prüfung
Könnt' ich erwarten nach des Herrschers Heimgang.Denn dich, Gewaltigster, kannt' ich noch nicht.
J ) In ror. mem. lib. III, p. 513 wird dieser Wettstreit nicht erwähnt.P. versichert vielmehr, dal's den König zu besingen eine Wonne sein würde,und dafs sein Kuhin nur durch den Namen des Königs gewinnen könne.
a ) An der oben angegebenen Stelle erzählt P., dafs der König ihngebeten habe, die Africa ihm zu widmen, und dafs er auf der Stellediesem Wunsche entsprochen habe.
3 ) P.s Dichten in lateinischer Sprache war ein mühevolles Studieren,das naturgemäl's nur langsam fortschreiten konnte. Vgl. Voigt P, p. 29und des Verfassers Nachweise der mühsamen Arbeit P.s an den ersten300 Versen der Africa in der Beilage des Osterprogramms des Stadt-gymnasiums zu Halle 1890. Vgl. auch Nolhac, Petrarque et l'humanismep. 105 ff.