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So sei es jetzt! Aus Himmelshöhen legtSiziliens Herrscher für mich Zeugnis ah,
140 Er, aller Fürsten Zier. Den höchsten Preis,Den unerhörten, hat er mir verliehn,Als er auf Erden weilte; scheidend liefsEr Milsgunst mir, gepaart mit Ruhm, zurück,Aus klarer Ursach, weil der hohe Herr
145 So hoch die Werkchen schätzte, die ich schuf.Er hat sie hesser wohl als du gekannt.Denn er entzog manch nächtlich stille StundeDen Herrscherpflichten, wachte manche NachtBei Lampenlicht, vergals den Schlaf, den Hunger
150 Und las und las! Und mich, den du nicht kennst,Mich hielt er also hoher Ehren wert,Dafs er ins Schlofs des Reiches Grofse rief.Um laut mein Loh vor ihrem Ohr zu künden. 1 )0 hätt' er wahr geredet! Doch nicht mir,
155 Dem König nur steht solches Urteil zu.Und er? Statt jeder grolsen Gabe batEr um ein kleines Werk, die Africa.Wie sollt' ich's je vergessen! Mild gewährteEr mir den Abschiedskufs, den niemals, ach!
160 Das Schicksal mir zu wiederholen gönnte.
Dann bat mit sanftem Wort er um zwei Gaben.Ich stand entsetzt. Ich, der so winzig klein,Dem Allgewalt'gen schenken? War es denkbar?Doch er, so reich an Mitteln, reich an Geist,165 Der Tugendfreund, was wünscht' er sonst als Lieder?Ein Lied, darin sein Ruhm in fernen ZeitenNoch leben könnte, war sein erster Wunsch.Bescheiden lehn' ich ab; es sei zu schwachTalent und Feder; meiner Schultern Kräfte,170 Erliegen würden sie so greiser Last.
~0Dte7e Stelle scheint für die Richtigkeit der Angabe Boccaccios*u sprechen, dais die Unterredung des Königs mit P. wen.gstens an einemTage in Gegenwart des Hofes stattfand. Körting, p. 163 Dafe RobertTag und Nacht studierte, sagt P. auch rer. mein. hb. I, eap. 2, 26. Lbendasein Lob P.s „vor vielen Zeugen".
J 1 . EriederBdorff, Petrarcas poetische Briefe.