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Von stolzer Höhe, liefs zum Himmel steigenDer Türme Zinnen. Immer viel geschäftig,Um alles eher sorgend als um mich,25 Verharrt er teilnahmlos an fremder Küste;Und so verstrich die Zeit, die Tage floh'n,Bis endlich ohn' Erbarmen ihn der TodDen Zoll entrichten liefs, nach ew'ger Ordnung. —
Nun ward ich einsam, einsam mehr als je,
30 Und dunkler färbte sich des Trübsais Nacht.Doch Gottes Güte nahm sich meiner an,Sie schenkt dich mir zum Trost in meiner Not.Wie sind die Menschen blind! Sie klagen, zittern,Wo statt der Seufzer Jubel sich geziemte!
35 Noch eben brachte böse Todesbotschaft
Mir jähen Schmerz und unverdienten Gram, —Da, unerwartet, wischt ein zweiter BoteDes Jammers Träne ab; — die TrauerkleiderBefiehlt er abzutun; ein edler Gatte
40 Sei zu beglücken mich bereit. — Die RedeVersagte mir, kaum glaublich schien die Kunde,Im Herzen wogte stürmisch Lust und Bangen,Unfalsbar war die Freude. Jedes ZweifelsEnthob mich schnell die zuverläss'ge Meldung,
45 Die vor mein Ohr den hoehgepriesnen NamenDes edlen Clemens trug; dann plötzlich fafsteMich Zagen; ja! des Glückes ÜbermafsErdrückte fast mein vielgeängstet Herz.So hoch beglückt des einz'gen Sohnes Heimkehr
50 Der Mutter Herz, wenn sie den totgeglaubten,Den sie im Kampf gefallen wähnt, erblickt.Drum brach ich hastig auf; der Alpen EisDurchschritt ich froh; — wie schien der Weg so kurz!Denn alle Mühe macht der Frohsinn leicht; —
55 Sollt' ich doch bald vor deinem Throne stehn,
Aviguon, „Gemisch von Burg und Kloster, Gefängnis und Palast." PastorI 3 , p. 88. — B. bekämpfte Bestechlichkeit und Gewinnsucht der Geist-lichen, Pastor p. 59.
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