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Und der Aeneis Herrlichkeit. Der Sieg
85 Macht nur geringe Müh! — So viel davon!-------
Du fragst noch mehr? Behalt' es doch für dich!Du bist so reich an Wissen! Deine EätselSind zu geheimnisvoll, kein OedipusKann je sie lösen, das kannst du allein!90 Mag nun in Zukunft jener Feuerstrom
Aus deiner Brust in unerschöpftem FlulsJe tausend oder je Milliarden VerseAuf mich ergielsen, — Verse voller SchönheitUnd von erhabnem Klang, — ich werde schweigen,95 Wenn nicht durch Gleichmafs und bescheidne OrdnungSie wohlgefällig und voll Anmut sind.Und wenn sie nicht das Herz erquicken, willIch sie nicht zählen! Mag auch ihre ZahlDein Stolz und deine Sorge sein, und sich100 Dein Herz erfreun an so geschwinder Dichtung.
5. An Clemens VI. 1 )
Betrogen hat mich mein geduldig HoffenNur allzusehr, hochheil'ger Herr und Vater;Ich harrte, bis ich grau ward, mahnte dringendDen säum'gen Gatten, bat ihn: komm zurück! —
J ) Als Benedict XII. am 25. April 1342 zu Avignon gestorben war,wurde der Kardinal Petrus von S. Nereus und Achilleus zu seinein Nach-folger gewählt nnd als Clemens VI. am 19. Mai 1342 gekrönt. Er stammteaus dem edlen Hause Roger. Sofort beschlofs das römische Volk, Clemens VI.die senatorische Gewalt zu übertragen, in der trügerischen Hoffnung ihnDach Eom zu ziehen (nach Gregorovius VI 4 , 220—221). P. schlofs sich diesenBestrebungen an dnrch vorliegenden Brief. Dafs er nebst Cola di Kienzi1343 im Januar als Gesandter im Auftrage Korns dies Gedicht überreichthabe, ist nicht zu erweisen. Aber P. war in Avignon, als Cola 1343 dorthinkam, und wurde mit ihm befreundet.
Wieder ist es die verlassene Koma, die er zu ihrem Gatten sprechenläfst (vgl. Ep. I, 2). Sie beklagt ihre vergeblichen Bemühungen bei ihremfrüheren Gemahle, Benedict XII., den sie der Teiluahinlosigkeit beschuldigt,schildert die freudige Begeisterung, mit der sie auf die Kunde von der
F. Friedersdorff, Petrarcas poetische Briefe. 7