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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Der bittre, fort! Nur einen nahm hinwegDer Ruhm, der auch dem Tode trotzt, nahm ihnAuf ewig zu sieh und durch alle Zeiten

15 Heilst er ihn leben, heilst unsterblich ihnDurch alle Welten kreisen. Immer zwarWar jener glücklieh, doch des Glückes GipfelErklomm er nun, da aus des Leibes BandenEr froh entwich, aus dunkelm Erdenkerker

20 Zum Lichte stieg. Gewifs, das Leben kannUnmöglich den mit sülsem Reize fesseln,Der wohl der flücht'gen Jahre Lauf erwägt.Und das hat er, wie keiner sonst, getan!Denn ernsten Sinnes war sein tiefer Geist

25 Der Forschung zugewendet; klar erkannteEr jedes Wesens Art und Wandel, pflegteDer Menschen Schicksal weit vorher zu schaun.Je wen'ger an des Lebens nicht'gen TandSein Herz sich hing, mit um so kühnerm Flug

30 Stieg er zu Gott empor, zur Himmelswohnuug,Zum Reich der Frommen. Machtlos gegen ihnUnd seine Gröfse war der schnöde Tod.

Doch mir bewies er seine Tücke, mir,Der Welt, den Musen bracht er bittern Schaden.

35 Denn ach, den zweiten Vater nahm er mir;Nie lebt ein andrer so voll Mild' und Güte!Voll Milsgunst nahm er fort den Quell der Wabrheit,Aus dem der Welt des Wissens klare BächeSo reichlich flielsen konnten, nahm den Musen

40 In seines Ruhmes Strahlenkranz den Zögling,Dem keiner gleichen wird in fernster Zukunft.Nun weint um ihn, beraubt der schönsten Zier,Das edle Land Italia; es weintAuch San Sepolcro, das, so klein es ist,

45 Durch solches Bürgers Ruhm im fernsten LandGefeiert war.

Und wenn sich Wang' und AugeErlauchter Herrn mit Tränen netzen darf,Dann wirst auch du, Roberto, hoher Sprols