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Franz Petrarcas poetische Briefe
Entstehung
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12. Der Rabe. 1 )

Den Haben hier, den für so schöne GabeDu als Entgelt zurück erbittest, sollDes Winters Abzug heimwärts zu dir führen.Voll Reiselust putzt er die Schwingen schon,5 Wird sie bei Früblingsanfang kräftig regen,Entfliehen pfeilgeschwind und seine LiebenBeglückt besuchen im verlassnen Nest.Mag auf den Alpen Schnee in Masse liegen,Mag in den Lüften Wolkendickicht dräun,10 Die Liebe dringt hindurch! Hör' auf zu klagenUnd tröste dein betrübtes Haus. Gewifs,Die Mutterliebe wird nicht ferner weinen,Ihr Schmerz wird enden, denn die Hoffnung winkt!

13. Vor dem Sturm.

(An Mastino della Scala.)' 2 )

Du möchtest wissen, was die Welt des WestensMit Lärm erfüllt? So lafs dir kurz verkünden,Was jetzt geschieht; denn auf der Zukunft liegtDes Schicksals Dunkel. Ist die Stunde da,

') Unter dorn liaben ist nach Ilossetti ein Jüngling zu verstellen,der in Italien geboren, in Avignon und vielleicht bei P. zurückgelassenwar, vol. III, sez. III, 18. Jedenfalls enthält das kurze lullet Andeutungenvon Beziehungen privater Art, die wir nicht verstehen. Gerichtet ist esoffenbar an einen Vater, der seinen Sohn wieder bei sich haben wollteund deshalb ]'. ein Geschenk gemacht hatte, um ihn zur Freigabe seinesSohnes zu bewegen. War P. sein Lehrherr oder Dienstherr? Ist indem lateinischen corvus = der Habe eine Andeutung des Familiennamensenthalten? War P. wirklich in Avignon oder war er in Italien? P. hatteoft in seinem Hause Schreiber, zum Kopieren der Handschriften. VoigtI 3 , 107; Körting 306.

-) Eduard III., König von England, erhob 1336 als Enkel Philippdes Schönen Ansprüche auf die französische Krone, nach dem Aussterbender männlichen Pinie der Capetinger. Dieser Anspruch war Ursachelanger Kriege, die zwischen England und Frankreich mit wechselndemErfolge geführt wurden. Die meisten europäischen Staaten wurden in