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Den kein Jahrhundert kannte, den so vieleVergeblieh suchten? —
Aus des Wandrers Seele
115 Entschwanden langsam Schmerz und Zorn und FurchtUnd alle Stürme, sanfter Schlummer schloi'sMir endlich zu die feuchten AugenliderUnd mein Gesicht erglänzte, selten zwar,Doch wieder hell in ungewohntem Lächeln,
120 Und minder herrisch, minder kampfbegierigErschien den Träumen der Verlassnen Bild. —Weh mir! Was muls ich melden?! Doch du willst es!Schon wagt ich dreist die bittren Schmerzen, schonDie Martern toller Glut gering zu achten;
125 Die leicht verharschte Wunde, meines LeidensNicht mehr erhoffter Stillstand täuschte mich.Die Zelte brach ich ab, ich kehrte heim, — —Zum sichern Tode — So verlangts das Schicksal,Das grausam mich bedrückt, so trieb der Wahn
130 Mein irrend Herz. —
Kaum an die Grenze warDes heifsgeliebten Ortes ') ich gelangt,Da fällt des Kummers Last mir auf die Seele,Die jüngst noch frei war; es erfafst mich wiederDas alte Leiden mit erneuter Wut.
135 Was soll ich Armer reden? wie beginnenDie Kunde meiner zweiten Leidenszeit?Wer wird mir glauben? Welche SangeskunstVermag zu schildern, in wie bittrem HarmeDen Tod ich oftmals rief, ja Schlimmres plante?
140 Wie schwere Pein der Trieb nach Freiheit brachte?Nichts mehr davon! Zum letzten Male sankenDie Sklavenfesseln mir vom Rücken nieder,Und keine Rettung hofft' ich als die Flucht.Nie scheut in finstrer Nacht der Schiffer so
145 Die Klippe, wie ich jetzt ihr holdes AntlitzIhr suis berückend Wort, ihr goldnes Haar,
*) Avignon, wohin P. am 10. August 1337 wieder heimkehrte.