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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Den Sturm der Adria, die See Toskanas,Durchfurcht' ich ktihn, dem Joch entschlüpft, hab' ichDem schwanken Kahn dies Leben anvertrautUnd nicht gezittert. Denn ein schneller Tod,90 Wie konnte der mich schrecken, dem das LebenVerbalst war, der dem Ungemach erlag?Zum Westen gings. Pyreues Scheitel sah,Wie ich mich barg im sonnenhellen Grase,Mich sah der Ozean, wo Sol, erschöpft95 Von weiter Fahrt im Meer Hesperiens kühltDen Feuerwagen und den Atlas anschaut,Der durch Medusas Blick zu Stein geworden,Wo Felsengipfel lange Schatten werfenUnd schnell die Nacht der Mohren Land verhüllt.

100 Zum Norden zog ich einsam, wo die VölkerMifstönend reden, wo die wilde WogeAm Strand der Briten wechselnd ebbt und flutet,Wo eisbedeckt der Boden nicht der PflugscharSich willig fügt und keine Beben duldet

105 Auf seinen Hügeln, wo statt goldner SaatenAuf magrer Haide dürrer Ginster wuchert.Was blieb mir noch als in der Schlangen HeimatZum Schreckensort zu ziehn, zur heifsen Wüste, .,

Und in der Tropenglut die schwarzen Leiber

110 Der nackten Äthiopen zu betrachtenUnd auszuforschen, wo Natur den QuellDes Nils im Schofs der dunklen Erde barg,

Verlauf derselben sagt, sehr wunderbar. Er fuhr zur See von Marseillenach Civita vecchia, die Adria hat er unseres Wissens nicht berührt.Vielleicht hat er denselben Rückweg genommen und die Pyrenäen nurvon Lombes aus, dem Bischofssitz seines Freundes Giac. Colonna (damalsoder schon früher!) gesehen. Von einer Reise an den atlantischen Ozean,die man in v. 94 ff. vermuten niufs, ist sonst nichts bekannt; ebensowenigvon einer Fahrt nach dem Kanal oder der Nordsee. Es scheint, dafs P.Eindrücke seiner früheren Reise, die ihn 1333 nach Paris, den Niederlandenund Deutschland brachte, zu einem freien Gesamtbilde vereinigt hat, umdie Anstrengung und das Vergebliche seiner Flucht zu veranschaulichen.In dieser Absicht redet er auch von einer Reise nach Africa.