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Hat doch der Griechen feingebildet Volk
Des Xerxes, des Darius Heer zersprengt;
Hat Tomyris doch wilde Männertat,
Nicht durch des Sohnes blut'gen Tod geschreckt,
205 Mit starker Hand verübt, als sie das HauptVom Rumpfe schlug dem allgebietenden,Dem Perserfürsten. 1 ) —
Doch was können wir?Wo blieb der Mut? des Kampfes heil'ger Zorn?Mit Stahl die Hände waffnen, auf den Feldern
210 Die Rosse tummeln, Pfeile durch die LuftUnd durch die Fluten Schiffe zu entsenden,Wer hindert uns? Wenn das der Feind ersähe,Der seines Ursprungs jetzt vergifst, der siebAllein glückselig, Herrn und König dünkt, —
215 Er fände, dafs hier tausend Kön'ge ständen!Dann würd' er lernen, wie wahrhaftig einstWenn auch vergeblich, Cineas gesprochenZum Helden Pyrrhus. 2 ) Dann begriff' er wohl,Wie viel bequemer nach der Väter Art
220 In Wäldern er den flücht'gen Hirsch erjagenUnd Rehe niederstrecken konnte, alsDie grimmen Löwen reizen, die so wildMit Zahn und Klaue grause Wunden schlagen.Denn meint er uns im Scblummer zu umgarnen
225 Und stellt er Netze aus um unser Lager,Drin allzulang wir ruhten, täuscht er sich!Die frische Wunde und des Schmerzes WutEntreifst uns endlich aus des Schlafes ArmUnd weckt uns auf und endigt unsern Traum.
230 Dann ist die Zeit des Wahns vorbei. 0 nahteDoch endlich der beglückte Tag! Nicht längerWürde ich die Parzen der Versäumnis zeihn.
*) Dem Kyrus.
a ) Als Pyrrhus seinen Gesandton Cineas nach Rom zu Friedensunter-handlungen geschickt hatte, nach der Schlacht bei Ilcraclea (280), kamdersolbo unverrichteter Sache zurück und berichtete, der Senat sei ihmwie eine „Versammlung von Königen" erschienen.