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135 Von Sturmesboe gejagt, der Kiel erkracht,
Und rechts und links erdröhnt der Bord; VernichtungDroht nah und näher dem geborstnen Wrack.Ja, arg erkrankt ist Latiums stolzer Leib,Durch alle Adern schleicht der Seuche Gift,
140 Und rafft dahin, was an der Adria,Was an Toskanas Ufern Edles lebt.Von nie gekanntem Dunkel wird verhülltDas heitre Lebenslicht.
In seinem HochmutWill drohend schon vom Alpengipfel her
145 Der Feind die Segensflnren gierig messen,So weit das Wunderland Hesperia,Das waffenstarke, sich erstreckt. Er mustertDie freien Städte, stark wie Königreiche,Und findet niemand, der auch nur die Namen
150 Von allen nennt; er staunt die Burgen an,Getürmt von Meisterhand und ohne ZahlWie Stern' am Himmel und wie Sand am Meer;Der stolzen Schlösser bunte Marmorsäulen,Die Mauern staunt er an, die himmelhoch
155 Auf schlanken Pfeilern ragen, sieht das Gold,Das allgewalt'ge, in der Berge AdernMit gier'gem Auge glänzen; — er bewundert #
An beider Küsten Saum die tiefen Häfen,Der Felder Ährenschmuck, am Felsenhang
160 Die dunkle Traube und der Ulme HauptDas sich mit Reben schwerbeladen neigt 1 );Er sieht der Rinder und der Renner ScharenAuf weiten Wiesen grasen, sieht die SchwärmeBeschwingter Sänger sich in Lüften tummeln;
165 Der Berge anmutsvolles Bild, im Tal
Manch stillen, dunkeln See, und manchen Quell
Der fröhlich sprudelnd viele Leiden heilt,
Und in der Schluchten Nacht der Ströme Licht.
J ) Wie schon im Altertum waren auch damals (und noch heute) dieAecker von Bäumen, namentlich Ulmen, umgeben, au denen man Wein-reben zog.