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Zu seines Herrn Vernichtung grimmig regen!Denn keine Scheu tut seinem Wüten Einhalt!
100 Sind unsres Glückes Tage erst entflohn,Dann wird der Segen, der uns überströmte,Zum Fluch. Denn ob das Glück auch von uns wich,Es bleibt der Neid, gefallner Grölse Erbteil,Vernichtet unsres Glückes letzte Spur,
105 Erinnert qualvoll an verlornen Glanz.
Auch wir empfinden unsres Ruhms Erlöschen.Rings stehn die Völker auf und schnauben Rache!Und wenn nicht Gott vom höchsten HimmelstronErbarmend herblickt und das Unheil wendet,
110 Sind wir der Rache Opfer. —
Doch was tun wir?Wir streben eifrig den bezwungnen Völkern,Ja, aller Welt ein Hohn und Spott zu sein.Ihr Ahnen, heil Euch, dals in freier Erde,Ein Volk von Siegern ihr gebettet seid!
115 Ach, unser harrt ein elend, dürftig Grabmal,Das einst voll Hochmut dies BarbarenvolkMit FüL'sen tritt. Du Volk Italias,Sieh an, wohin dich falsche Herrsehbegier,Wohin dich Bürgerkrieg und Sünde brachte!
120 Wo herrscht noch Eintracht in des Reichs Zerfall?Kein Bund, kein Unterpfand der Treue gilt,Des Lebens heil'ge Ordnung ist entweiht.Wenn Sturmeswut den schwanken Kahn erfafstUnd durch die Wellen jagt, so wären toll
125 Die Schiffer, die, von Hafs und Groll erfafst,Gen Ost der eine und gen West der andreDas Steuer drehten; das verlorne SchiffZerschellte rettungslos am Klippenrand.So droht uns jetzt der Untergang im Strudel,
130 Vernichtung an den Klippen! — Unser ZwistErhöht der Feinde Wut; wir geben preisDes Schiffs Bewachung in der Zeit der Not;Wir dulden's, dals durch alle Fugen schonDas Wasser dringt; es fliegt das Schiff dahin