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Die schöner ist als alle, wird dein HerzFlorenz gewinnen, das so herrlich strahlt
315 Im Kranz der Blumen und im Schmuck der Künste,Und ungezählte andre; doch soll keineDer alten Gattin Bild hei dir verdrängen;Denn nie kann eine schöner sein als sie,Noch schienen andre jemals schöner! — Freilich
320 MuJ's dazu deine Heimkehr mich beglücken.
Und nun, frisch auf, nicht mehr gezaudert, komm!Dir heiigen sich der Berge höchste GipfelUnd keine Mühsal hemme deinen Weg!Vor deinen Schiffen glätte seine Wogen
325 Der Ozean und deine Segel möge
Mit frischem Hauch der Fahrwind friedlich blähn! -
3. Wer rettet das unglückliche Vaterland? 1 )
(An Aeneas di Tolomei aus Siena.)
Du wirst Aeneas 2 ) auf erhabner Höh'Des Musenberges wandeln sehn, mein Brief:Bring ihm den Grui's, den ich dir anvertraut,Und dieses Lied, an bittern Klagen reich;5 Sein Ohr wird freundlich deinem Worte lauschen! —
') Unter den Leiden, die Italien zur Zeit des Avignonischen Exilszu tragen hatte, stand obenan die Verheerung durch feindliehe Söldner-scharen. Besonders der ritterliche Abenteurer Johann, König von Böhmen,ein Sohn Heinrieh VII., verbreitete Schrecken um sich. Schon 1830 er-schien er in Italien, von Brescia angerufen; im Triumph durchzog er dasLand, viele Städte fielen ihm zu, doch vertrieb ihn eine Liga italienischerFürsten, als Johann XXII. anfing sich seiner zu bedienen, um sie selbstzu beseitigen. Aber 13;S.'i kam Johann wieder, diesmal als Führer fran-zösischer Truppen Philipps von Valois und unterstützt von Johann XXII.Der Marschall Mirepoix und die Grafen d'Armaguac und de Forez nebstvielen Edlen Languedocs standen ihm zur Seite. Aber Johann wurdezurückgeschlagen, Graf d'Armaguac und sein Gefolge von den d'Este'sgefangen genommen: „er verschwand wie Rauch". Gregorovius, Gesch.d. St. Rom VI, 177 ff.
Den Schrecken, den das Erscheinen Johanns in Italien verbreitet hatte,die Besorgnis und den Schinerz eines edlen patriotischen Herzens drückt