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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Den Herrn der Welt, der endlich wiederkehrt280 Er ist des Vaterlandes sichres Heil,

Er macht die Seufzer Latiums verstummen IDann lagern jene sich auf grünen Hügeln,Am Meergestade; rings in allen TälernVon hohen Felsen sehn sie niederwärts,285 Belagern alle Wege, unverwandt

Gespannten Auges, schaun sie emsig ausNach deinem milden Antlitz!

Hast einmalVon Gott geführt, die Alpen du im Kücken,Und schreitest durch Italiens Segensflur290 So wirst du Wunder sehn! Der Landschaft Reiz,Der Mensehen Schönheit, lauen Frühlings Milde,Und linde Lüfte ohne Frost und Hitze.Und siehst du das, ist eine neue WeltDir aufgetan! Die Städte leeren sich,295 Durch alle Felder wogt die Menschenschar,Zum Himmel steigen frohe Lieder aufAlltiberall, mit Herzensfreude preistEin jeder deinen heil'gen Namen. Ja!Gesegnet 1 ) wirst du heifsen, und gesegnet300 Die Mutter, die dich herrlich uns gebar!Um so viel froher und beglückter wirstDu selbst dir scheinen, als das MorgenlichtDem Auge reiner deucht nach langem Dunkel.

Doch stets in Sorge schwebt mein ängstlich Herz.305 So lafs dich mahnen, lafs besorgt dich bitten:Verschiebe nicht den Tag, der mich beglückt,Wenn andrer Städte Reize dich verlocken!Wohl mag dich köstlich Genua empfangen,Das an der Grenze Wache hält, gewil's310 Wird dich Placenzia entzücken, wirdBologna dich mit seiner Gaben GlanzBestechen, sicher wird dich meine Tochter, 2 )

J ) Übersetzung des Namens Iäenedictus, den Jakob Fournier als Papstsich beigelegt hatte.

'-') Florenz heilst Tochter, als römische Kolonie, ausgeführt unter Sulla.

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