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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Auf die icli nie gehofft, damit ich selbst

Die Glieder mir umhüllte, nicht so nacktDem stattlichen Gemahl entgegen träte.

Und hierzu kommt ein Zeichen nahen Glücks,

250 (Wenn's gleich von neuem Tränen fliefsen liefs)Vor kurzer Zeit erfafste Krankheit dich')Mit hartem Anfall; für dein Leben bebt' ich,Da ich's vernahm, und ist die Nachricht wahr,Hast du dem grausen Tod auf deiner Schwelle

255 Ins Auge unverzagt geblickt. Man sagt,In jener Stunde gabst du den BefehlZu mir die toten Glieder heimzutragen,Ins Grab der Heimat den erblafsten LeibZu senken, in des Vatikans Gewölbe.

260 Warst du zur Heimkehr sterbend noch entschlossen,Als dir das Leben noch das Herz bewegteUnd warmes Blut durch deine Adern wogte,Wie sollt' ich zagen, frohgemut den VölkernItalias den Tag des Glücks zu künden?

265 Schon mein' ich deines Wagens goldnen Glanz,Schon stolze Rosse, herrlich aufgezäumtUnd weii's wie Schnee, 2 ) zu schaun, schon klingt im OhrDes Einzugsfestes froher Jubelruf,Und immer horch' ich ängstlich, ob vielleicht

270 Mir von Toskana her ein Bote naht

Mit lautem Ruf: Dein Gatte kommt zurück!Dann röten sich die Wangen, schnell beginntDie Hand das wirre Haar zu ordnen, schnellDie Wimpern, feucht von meines Jammers Tränen,

275 Zu trocknen! Doch allein dir zu gefallen,

Genügt mir nicht: auch meinen Schwestern schmückeMit sanfter Hand ich sorglich das GelockUnd rede so zu ihnen: Seht, o seht

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') Diese Angabe ist nach Rossetti sonst unbekannt, man beachteauch, dafs P. die ganze Sache nnr als Gerücht erwähnt.

s ) Ein goldgeschmückter Wagen und schneeweifse Kosse sind fürden Aufzug der Päpste üblich, nach der Stiftungsakte der konstantinisoheriSchenkung.