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Franz Petrarcas poetische Briefe
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Entkamen nicht, obgleich mit Pfeilen sieDen Rückzug deckten; keine Wegesmüh'Entzog die Inder 1 ) ihrem blut'gen Schicksal;Des Himmels Glut erlöste nicht vom Joch95 Die Äthiopen'), nicht das Eis die ScythenAm kalten Don, und nicht der OzeanMit wildem Brausen machte frei die Briten.Karthago hat, das arge, meine Stärke,Dreimal bezwungen, schwer gesplirt, so viel

100 Es Kriege gab mit Alexanders Reich, 2 ) so vielErlitt es Streiche. Wem ist unbekannt,Wie jahrelang der wilde Kampf getobt,Bis Pontus König unterlag und schwerDurch seine Glieder nach dem Herzen ihm

105 Das Gift gelangte, dem der Weg versperrt war?Nicht von Antiochus, dem harten Pyrrhus,Nicht von Jugurthas Arglist will ich reden,Auch nicht von andern Fürsten; AllbekanntesSoll nicht mein Wort voll Zagen wiederholen.

110 Doch als das sebnöde Glück, das gern Erbabnes

Zu Boden wirft und starke Reiche stürzt,In schneller Flucht vom Tiberstrom die Fttfse,Die unbeständ'gen, wandte und entwich,Um allzu spät zu mir zurückzukehren

115 Da trieb in wildem Wirbel mich sofort

Der Sturm auf Klippen und auf Felsen hin.

Verloren ging ererbter Hoheit Schmuck,

Weil mich mein heiliger Gemahl verliefs.

Wohl lebt mein Ruhm, doch schafft er nichts als Neid,

120 Und denk ich aller Zeit, erliegt mein Herz

Dem Druck und duldet Qualen der Verzweiflung.Denn ach! von wem darf ich auf Rettung hoffen?Wer sichert mich mit starker Freundeshand,Wenn du, der Alles kann, mich Arme preisgiebst?

2 ) Siehe Fufsnote auf S. 12.

2 ) Die drei makedonischen Kriege erscheinen ruhmvoller, wenn manden Zusammenhang dos damaligen Makedoniens mit Alexander hervorhebt.